Gentechnisch veränderter Raps kreuzt unkontrolliert aus

Resistenzgene von gentechnisch verändertem (GV-) Raps haben sich in den USA offenbar in erheblichem Ausmaß in Wildpflanzen ausgekreuzt. Das zeigt eine Untersuchung von Wissenschaftern der Universität von Arkansas.

Die Biologin Cynthia Sagers und Nachwuchsforscherin Meredith Schafer testeten wilde Rapspflanzen entlang von Autobahnen in North Dakota. Dazu nahmen sie auf einer Strecke von fast 5.000 km Proben. Durchschnittlich 83% der getesteten wilden Rapspflanzen waren entweder gegen die herbiziden Wirkstoffe Glyphosat oder Glufosinat oder beide Substanzen zugleich resistent. Weil gentechnisch veränderter Raps, der gegen beide Wirkstoffe resistent ist, nicht kommerziell gehandelt wird, schließen die Wissenschafter auf ein Auskreuzen der Resistenzgene in der Natur. Dabei wirkt die entlang der amerikanischen Autobahnen übliche Unkrautbekämpfung mit Herbiziden wie ein Selektionsprogramm. Sagers und Schafer präsentierten ihre Forschungsergebnisse vorige Woche auf einer Tagung der Ecological Society of America in Pittsburgh. In den USA wachsen etwa zehn verschiedene wilde Artverwandte des gängigen Rapses, die sich mit den Kulturlinien kreuzen lassen. Der größte Teil der Rapsanbaufläche in den USA und Kanada wird jährlich mit transgenen Sorten bestellt. In der Europäischen Union ist GV-Raps bisher nicht zum Anbau zugelassen.

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Kommentar: Selbstverursachtes Bio-Chaos

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