Glyphosat als nicht krebserregend bestätigt

Die Einstufung von Glyphosat als nicht krebserregend hat der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) bestätigt. Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) bezeichnet dies heute als Sieg der Wissenschaft über NGO-Populismus.

Stockmar

"Die ECHA kam in einem unabhängigen und transparenten Prozess zum Schluss, dass Glyphosat ist nicht krebserregend ist," so Christian Stockmar. (Bildquelle: )

Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP): Das Ergebnis des RAC bestätigt die seit Jahrzehnten bekannten Eigenschaften von Glyphosat und untermauert frühere Sicherheitsbewertungen.

"Panikmache der NGOs ist widerlegt"

Die Panikmache der NGOs ist damit klar widerlegt." Die abgeleitete Einschätzung des RAC entspricht den Ergebnissen von über 3.300 Studien mit insgesamt 90.000 Seiten sowie der Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, des Deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und von zahlreichen Gesundheitsbehörden weltweit, die mit einer Verlängerung der Zulassung von Glyphosat befasst waren.

"Die ECHA hat in einem unabhängigen und transparenten Prozess das umfassende Datenmaterial sorgfältig begutachtet und kam zum eindeutigen Schluss: Glyphosat ist nicht krebserregend, nicht mutagen und nicht fortpflanzungsschädigend und weist auch keine genotoxischen Eigenschaften auf, so Stockmar. Die ECHA wird nun ihren Vorschlag zur harmonisierten Einstufung von Glyphosat zur abschließenden Genehmigung an die Europäische Kommission weiterleiten. Das Ziel sollte jetzt sein, die Zulassung von Glyphosat – so wie auch im ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission vorgesehen – möglichst rasch um 15 Jahre zu verlängern. Für die EU-Mitgliedstaaten gibt es nun keine Hinderungsgründe mehr, unterstreicht Stockmar.

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"Entlarvend sei auch der Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt"-Reflex der NGOs nach Entscheidungen, die nicht in ihrem Interesse liegen, so Stockmar. Denn gestern forderten die NGOs noch Objektivität bei der Entscheidung und heute folgt bereits der Rundumschlag gegen Wissenschaft und Behörden." Stockmar kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Posse um die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat: Wenn unseriöse Studien, polemische Panikmache und politischer Kleingeist die Oberhand gewinnen, dann passiert das zulasten der Wissenschaft. Nun gilt es, das Ansehen der Wissenschaft wiederherzustellen und sicherzustellen, dass künftig wieder eine wissenschaftlich fundierte Faktenbasis für die Zulassung eines Wirkstoffs entscheidend ist."


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