Grabmann: Bio ist wichtiger Teil des Umweltschutzes

Die Rolle der Landwirtschaft in Bezug auf Klimawandel, Rückgang der Artenvielfalt oder die Wasserqualität stand gestern im Zentrum des "BürgerInnenforum Landwirtschaft" in Salzburg. Dabei wurde unter anderem hervorgehoben, dass die Biolandwirtschaft einen positiven Beitrag zum Klimaschutz beiträgt. Daher soll Bio auch durch die neue GAP gefördert werden, fordert Bio Austria-Obfrau Gertraud Grabmann

Bio Austria

v.l.n.r.: Johann Schnitzhofer (Landtagsabgeordneter Salzburg), Gerhard Wieser (Lerchenmühle), Leonore Gewessler (GLOBAL 2000), Gertraud Grabmann (Obfrau Bio Austria) und Sebastian Herzog (Obmann BIO AUSTRIA Salzburg). (Bildquelle: BIO AUSTRIA/Liebentritt )

Zahlreiche BesucherInnen folgten der Einladung von Bio Austria in die Stiegl-Brauerei. In Kooperation mit Mutter Erde hielt der Verband der Biobäuerinnen und Biobauern Österreichs das BürgerInnenforum Landwirtschaft" ab. Ein besonderer Fokus wurde auf die Interaktivität in Form eines starken Einbezugs des Publikums gelegt.

Vom bunt gemischten Publikum wurden im Laufe der Veranstaltung zahlreiche Themenbereiche rund um die Landwirtschaft und Umwelt angesprochen. Dabei stand die Frage nach den wesentlichen Faktoren und Verantwortlichkeiten für und im Zusammenhang mit notwendigen Änderungen für eine Begegnung des Klimawandels aber auch für eine notwendige Ökologisierung der Landwirtschaft im Zentrum der Beiträge aus dem Publikum. Insbesondere wurden die Rollen von Politik, Landwirtschaft aber auch des Lebensmittelhandels, sowie die Verantwortlichkeit der/des Einzelnen bzw. notwendige gesamtgesellschaftliche Verhaltensänderungen thematisiert und aktiv mit den geladenen DiskutantInnen diskutiert. Dazu nahmen die jeweiligen FragestellerInnen selbst am runden Tisch mit den DiskutantInnen Platz und wurden so ein wesentlicher, aktiver Teil der lebendigen Debatte.

Grabmann: Neue GAP muss Win-Win-Situation ermöglichen

Bio Austria-Obfrau Gertraud Grabmann verwies zu Beginn auf die wesentliche Doppelrolle der Landwirtschaft in Bezug auf den Klimawandel. Einerseits ist die Landwirtschaft Leidtragende der Folgen des Klimawandels durch extreme Wetterphänomene und damit verbundene Ernteausfälle. Andererseits muss man auch offen sagen, dass sie - global gesehen - ein nicht unwesentlicher Verursacher von klimarelevanten Emissionen ist. Damit hat die Landwirtschaft eine Schlüsselrolle in dieser Frage. Wir müssen daher die Lösungskompetenz der Landwirtschaft zur Bekämpfung der Klimaveränderung und in Umweltfragen generell hervorheben und stärken, so Grabmann. Gleichzeitig betonte die Biobäuerin und Obfrau von Bio Austria, dass es notwendig sei, durch entsprechende Änderungen der Schwerpunktsetzungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), den Bäuerinnen und Bauern die Möglichkeit zu geben, ökologisch zu wirtschaften und damit auch ein entsprechendes Einkommen zu erzielen. Das wäre eine Win-Win-Win-Situation für Gesellschaft, Landwirtschaft und Umwelt."

Mut der Politik für Bekenntnis zu Bio Gebot der Stunde

LAbg Johann Schnitzhofer, Bürgermeister von Abtenau und damit der größten landwirtschaftlichen Gemeinde Salzburgs betonte: Ich sehe große Herausforderungen und auch Potenzial der Landwirtschaft im Zusammenhang mit dem Thema Umweltleistungen, aber auch im Bereich des Tourismus. Wir brauchen die Landwirtschaft hier als Lösungshilfe." Schnitzhofer verwies diesbezüglich auf politische Möglichkeiten zur Steigerung der Umweltleistungen der Landwirtschaft, etwa durch eine Forcierung des Vetragsnaturschutzes.
Sebastian Herzog, Obmann von Bio Austria: Landwirtschaft und Umweltschutz sind kein Widerspruch. Die Bio-Landwirtschaft zeigt jeden Tag, dass es möglich ist. Wir haben die Verantwortung, Vorbild zu sein und wir dürfen ruhig auch unsere eigene Rolle bzw. das Erreichte kritisch hinterfragen. Aber auch die Politik muss ihrer Verantwortung gerecht werden, in dem sie richtigen, notwendigen und zukunftsweisenden Weichenstellungen vornimmt. Das betrifft sowohl die GAP, als auch den nationalen und regionalen Bereich. Ein Bekenntnis zur Bio-Landwirtschaft als zukunftsweisende Landbewirtschaftung und deren Ausbau ist das Gebot der Stunde. Hier fehlt es leider noch oft am notwendigen Mut."


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen