Großbrand auf steirischen Hühnerbetrieb: Vermutlich Brandstiftung

Rund 108 000 Hühner sind in Bad Waltersdorf bei einem Großbrand getötet worden. Am letzten Sonntag ist nach 15 Uhr zeitgleich in beiden Ställen von Landwirt Harald Hörting Feuer ausge-brochen, heißt es in einem Bericht der Kleinen Zeitung.

Beim Eintreffen der örtlich zuständigen Feuerwehren stand der Hühnerstall bereits in Vollbrand. (Bildquelle: )

Bereits am selben Tag nahmen Ermittler des Landeskriminalamtes Erhebungen auf. Durch die Einsturzgefahr konnten sie allerdings noch nicht in die Brandruine. Sicher ist, dass es Brandstiftung war, teilte Besitzer Harald Hörting gegenüber top agrar mit: Die Brandherde sind genau zur selben Zeit ausgebrochen und daher ist es sicher, dass der Brand gelegt wurde." Der Landwirt wurde durch die Temperaturwarnanlage sofort auf den Brand aufmerksam. Er ging noch in das brennende Gebäude, wo ihm zwei herbeigeeilte Motorradfahrer wegen der großen Rauchentwicklung wieder hinaus helfen mussten. Für die Behörden ist der Familienbetrieb laut Bericht der Kleinen Zeitung kein unbeschriebenes Blatt. Die Ställe seien ohne behördliche Genehmigung errichtet worden. Von der Gemeinde erhielt Hörting sogar einen Abbruchbescheid. Er habe eine Genehmigung von der BH für die Haltung der Legehennen, aber nicht für die Gebäude erhalten. Die Bemühungen um eine neue Bauverhandlung seien seit vier Jahren vergeblich gewesen, heißt es weiter. Hartbergs Bezirkshauptmann-Stellvertreter Karl Wurzer erklärte dazu gegenüber der Zeitung: Wir haben alles vollstreckt, Ende Juni sind die Stallungen behördlich versiegelt worden. Damals waren die Stallungen leer. Hörting hätte dort keine Hühner mehr haben dürfen, er muss sie angeliefert haben. Es wurde Siegelbruch begangen, das haben wir vorige Woche bei der Staatsanwaltschaft angezeigt."

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