Heizen mit Biomasse günstiger denn je

Die weltweiten Rohölpreise haben sich im vergangenen halben Jahr um 48% erhöht und auch die internationale Energieagentur IEA warnt eindringlich vor einer spürbaren Verknappung der Ressource Erdöl innerhalb der nächsten Jahre, so Heinz Kopetz, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes.

Parallel dazu sei bei heimischer Biomasse (Stückholz, Hackschnitzel und Pellets) eine entgegengesetzte Entwicklung zu bemerken. Es gebe sinkende Holzpreise und ausreichend Heizmaterial. Der daraus resultierende Preisvorteil von Biomasse gegenüber Heizöl extraleicht mache aktuell mehr als 40% aus.

Pelletsmarkt hat sich beruhigt

Bei Pellets ist es gelungen, die Produktion innerhalb kürzester Zeit so zu erhöhen, dass aktuell etwa das Doppelte an Heizmaterial erzeugt wird, als in Österreich nachgefragt - und dies, obwohl hierzulande nach wie vor nur zwei Drittel der nachwachsenden Holzmenge genutzt werden. Bei der Förderung von Rohöl ist dies angesichts der Begrenztheit der Ressource schlicht unmöglich, erklärt Kopetz.Auch der Traum vom billigen Erdgas sei längst Vergangenheit, innerhalb der vergangenen drei Jahre seien die Preise dafür um knapp 100% angestiegen. Der Gaspreis reagiert analog zu jenem von Öl mit einer Zeitverzögerung von rund sechs Monaten. Rechtzeitig zum Höhepunkt der Heizsaison im Winter darf also damit gerechnet werden, dass wir auch bei Erdgas ein Preishoch erleben werden, meint Kopetz. Die IEA rechne bis 2020 mit einem Rückgang der europäischen Erdgasförderung um 40%.Nicht nur wegen des Klimaschutzes, sondern auch aus rein monetären Gründen sei ein Umstieg auf Heizen mit Biomasse derzeit ein Gebot der Stunde. Ob Hackschnitzelheizung oder Pelletsbrenner, ob Stückholz oder die Anbindung an ein Fernwärmenetz aus Biomasse - noch nie war es so, dass sich der Umstieg von fossil auf erneuerbar so rasch gerechnet hat, stellt der Vorsitzende fest.


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