Landwirtschaft 2030

Hiegelsberger: „Zukunft denken und handeln“

Mit 1500 Bäuerinnen und Bauern arbeitete das Land Oberösterreich einen Strategieplan für die Landwirtschaft aus. Das Ergebnis wurde in konkreten Handlungsfeldern gebündelt und soll in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden.

LR Max Hiegelsberger (Mitte) präsentierte mit Agrar-Hofrat Mag. Hubert Huber (links) und BOKU-Prof. Dr. Sigfried Pöchtrager (rechts) das 88 Seiten-Strategiepapier für die Zukunft der oberösterreichischen Landwirtschaft. (Bildquelle: Spanring)

„Alle reden über die Landwirtschaft, wir aber haben mit der Landwirtschaft geredet“, hebt Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger bei der Präsentation der Studienergebnisse hervor. Immerhin haben über 1500 direkt Betroffene, nämlich die Bauern und Bäuerinnen Oberösterreichs, aktiv am Strategieprozess teilgenommen. Zudem nationale und internationale Forscher und Wissenschafter aowie Experten aus der AGrarbranche, Konsumenten und Medienvertreter.

Die zentale Frage dabei war, welche Maßnahmen müssen gesetzt werden, um die Vison einer erfolgreichen Landwirtschaft zu verwirklichen?

Letztlich sind alle Landwirtschaft

Der von einem Forschungsteam der BOKU unter Leitung des aus dem Mühlviertel stammenden Prof. Dr. Siegfried Pöchtrager geführte Dialog in unterschiedlichen Formen (Vorträge, Diskussionen, Befragungen, Fokusgruppen, Workshops) mündete nach einem Jahr schlussendlich in die Strategie „Landwirtschaft 2030“.

Rasch war klar, dass es für eine gute Bauernzukunft ein Zusammenwirken von vier maßgeblichen Gruppen als Partner braucht:

  • die Bäuerinnen und Bauern,
  • die Medien,
  • die Politik (samt Verwaltung) sowie
  • die Konsumentenschaft.

Nur wenn diese vier Gruppen gemeinsam an einen Strang ziehen und Mut zu Veränderungen beweisen, wird die Zukunft 2030 möglich sein. Hiegelsberger fasste es so zusammen: „Letztlich sind wir alle die Landwirtschaftsstragie Oberösterreich.“

Aufbauend auf den Ergebnissen und Erkenntnissen des Prozesses erarbeitete Pöchtrager und sein Team das Strategiepapier. Dieses enthält eine Vielzahl an notwendigen Maßnahmen und Handlungsempfehlungen, um die definierten Ziele zu erreichen.

Stolz und Bedeutung wiedererlangen

Hauptziel aller Maßnahmen ist es, dass trotz des Wandels der Gesellschaft und ihrer Bedürfnisse, die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion weiter aufrecht bleiben kann. Die bäuerlichen Urproduzenten sind zwar zu recht stolz auf ihre hervorragenden Produkte, nur müssen sie auch davon leben können. Der Beruf Bauer müsse wieder seinen Platz in der Mitte der Gesellschaft haben, sodass auch mögliche Betriebsnachfolger wieder die Schönheit des Arbeitens am Hof erleben können, lautet einer der Kernsätze Pöchtragers.

Doch auch die Bauern müssten intern stärker an einem Strang ziehen, heißt es im Strategiepapier: „Die Landwirtschaft muss geschlossen auftreten, damit sich die Produzenten nicht gegenseitig ausspielen und am Ende der Handel gewinnt“, so eine weitere Leitlinie.

Umsetzung in den nächsten zwei Jahren

„Die Präsentation des Strategiepapiers ist nicht das Ende sondern erst der Anfang“, betonte Mag. Hubert Huber, Leiter der Agrarabteilung des Landes OÖ. Die Umsetzung der Maßnahmen will man in den nächsten zwei Jahren schaffen. Pro Halbjahr sollen zwei bis drei Maßnahmen umgesetzt und der Prozess laufend evaluiert werden.


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