Hitze, Dürre und Stürme setzten Bauern 2017 unter Druck

60% der Landwirte mussten heuer Trockenheitsschäden hinnehmen. Das ergab eine aktuelle Umfrage von KeyQUEST Marktforschung unter Österreichs Landwirten. Aber auch Frost, der Borkenkäfer und Stürme setzten den heimischen Bauern extrem zu.

2017

Ernte 2017: 16% Ausfall durch Trockenheit. (Bildquelle: Höhner )

Auch wenn sich die Preise in wichtigen Produktionssparten wie Milch und Schwein im Vergleich zum Vorjahr deutlich gebessert haben, war 2017 für viele Landwirte dennoch ein sehr schwieriges Jahr. Hauptgrund dafür waren diverse Wetterkapriolen, die bei einer witterungsabhängigen Branche wie der Landwirtschaft direkt aufs Betriebsergebnis durchschlagen.

Insgesamt führte die Trockenheit zu Ernteverluste im Ausmaß von 16%. Allerdings gab es deutliche regionale Unterschiede: Während in Westösterreich nur jeder fünfte Betrieb Einbußen verzeichnete, waren das Burgenland sowie Ober- und Niederösterreich besonders stark betroffen. In Oberösterreich mussten 76% der Landwirte trockenheitsbedingte Einbußen hinnehmen, im Osten sogar 80%.

Borkenkäfer macht Probleme

Während die Trockenheit auf den Äckern und Wiesen zu geringeren Erntemengen führte, kam es in der Forstwirtschaft durch starken Borkenkäferbefall zu - ungewollt - großen Erntemengen und damit zu einem Preisverfall am Holzmarkt. So waren nicht weniger als 55% der bäuerlichen Waldbesitzer mit Borkenkäferbefall in ihrem Wald betroffen. Die größten Schäden gab es dabei in Oberösterreich: Hier hatten 68% der Landwirte mit Borkenkäferbefall zu kämpfen.

Frost im Frühjahr

Vor der Trockenheit kam jedoch der Frost. Spätfröste im Frühjahr 2017 führten bei 31% der Landwirte zu Schäden. Besonders betroffen waren hier West- und Südösterreich (40% bzw. 35% verzeichneten hier Frostschäden). Im Osten (NÖ, Bgld.) verursachte der Frost bei 29% der Landwirte Schäden. Lediglich Oberösterreich kam hier mit 19 % vergleichsweise glimpflich davon.

Das Sturmtief Herwart noch nicht mitgerechnet kommen Schäden durch Sturm an 4. Stelle im Schadensranking der Landwirte: 23% waren bis zum Oktober 2017 von Sturmschäden betroffen. Nachdem die Landwirte noch vor Sturmtief Herwart befragt wurden, dürften die tatsächlichen Schäden durch Sturm noch deutlich höher ausfallen.

 


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