Hogan: "Milch mit Augenmaß erzeugen"

"Das Ende der Krise" sieht Agrarkommissar Phil Hogan für den EU-Milchmarkt gekommen. Die Stabilisierung des EU-Milchmarktes wird sich auch zu Beginn des kommenden Jahres fortsetzen. "Ich bin vorsichtig optimistisch", erklärte Hogan auf dem Jahreskongress des Europäischen Molkereiverbandes (EDA) in Nizza.

Phil Hogan (l.) sieht das Ende der Milchkrise gekommen. (Bildquelle: )

Seit Juni gingen die Preise für Butter und Käse nach oben. Der EU-Butterpreis knüpfe inzwischen sogar an den historischen Rekord von 4.210 Euro/t im Jahr 2013 wieder an. Der Milchpreis für die Landwirte habe sich zwischen Juli und Oktober dieses Jahres um immerhin 10% erhöht.

Auslagerung von Milchpulver macht Erholung nicht zu Nichte

Solange die Butter und Käsepreise sich auf stabilem Niveau bewegten, gebe es Spielraum für die Auslagerung von Magermilchpulver aus der Intervention, beteuerte Hogan. Er wies damit die Kritik zurück, dass die Auslagerung von Milchpulver die Erholung gleich wieder zu Nichte machen könne. Von den Landwirten erwartet der Agrarkommissar Augenmaß, damit das mühsam gefundene Gleichgewicht auf dem Markt nicht gleich wieder verloren geht.

Hogan lobte die 58.000 Milcherzeuger in 27 EU-Mitgliedstaaten, die sich am Reduktions-programm der EU-Kommission beteiligen. Sie produzieren im vierten Quartal weniger Milch als im Vorjahr und bekommen dafür einen Ausgleich aus dem EU-Budget. Krisen, wie die zu Ende gehende, müssten in Zukunft vermieden werden, betonte Hogan in Nizza.

Deshalb sollten Erzeuger ihre Position in der Vermarktungskette über Zusammenschlüsse und schriftliche Verträge absichern. Unfaire Handelspraktiken von Seiten des Lebensmittelhandels müssten eingedämmt werden. Schließlich rief er die Molkereien auf, vor allem im Export ihren Absatz auszubauen. -AIZ-

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Torsten Altmann

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