Steiermark

Hundekot und Müll im Futter gefährden Weidetiere

"Hundekot und Müll im Futter gefährden unsere Tiere". Tafeln mit diesem Satz stellen jetzt Bauern in der Steiermark auf, um bei Erholungssuchenden mehr Bewusstein für mehr Mitverantwortung zu schaffen.

Andreas Klingbacher (r.) beim Aufstellen der Hinweisschilder in St. Radegund.

Andreas Klingbacher (r.) beim Aufstellen der Hinweisschilder in St. Radegund. (Bildquelle: LK-Stmk/Danner/Grafik LK)

Allzu oft kommt es vor, dass Hundebesitzer ihre Hunde zum „Gassigehen“ auf die Wiesen, Weiden und Almen führen. Immer häufiger finden Bauern auch Plastikabfälle sowie Getränkedosen auf den Feldern und Wiesen. In jüngster Zeit macht sich sogar die Unsitte breit, dass Hundebesitzer zwar die Hundesackerln verwenden, dann diese aber mit Inhalt einfach liegen lassen oder in die Wiesen werfen. Landwirtschaftskammer-Direktor Werner Brugner appelliert daher an die Vernunft und Mitverantwortung der Hundebesitzer und Erholungssuchenden: „Hundekot und Müll im Futter gefährden die Gesundheit der Weidetiere. Dies kann zu Fehlgeburten bei den Weidetieren und im Extremfall sogar zum Tod der Tiere führen.“ Die ordnungsmäße Entsorgung von Hundekot ist damit auch tierschutzrelevant.

In den nächsten Wochen werden Bauern entlang von vielbegangenen Spazier- und Wanderwegen Tafeln mit der Aufschrift „Tierwohl braucht Mitverantwortung – Hundekot und Müll im Futter gefährden die Tiere“ aufstellen. Brugner: „Mit diesen Tafeln wollen wir die Hundebesitzer und Naturnutzer freundlich daran erinnern, die Gesundheit der Tiere zu schützen sowie Tierwohl und Umweltschutz durch eigenes Tun ernst zu nehmen.“

Gesetzliche Regelungen

Private Wiesen dürfen von Spaziergängern und Freizeitnutzern generell nicht betreten werden. Die Grundeigentümer können gegen ein solches Verhalten mit einer Besitzstörungs- sowie Unterlassungsklage gegen den Tierhalter vorgehen und gegebenenfalls Schadenersatz fordern.

Das Steiermärkische Landessicherheitsgesetz besagt, dass Tiere in einer Weise zu verwahren sind, dass dritte Personen weder gefährdet noch unzumutbar belästigt werden. Ansonsten droht eine Strafe. Die Gemeinde kann zusätzliche Verordnungen zur Hundehaltung vorsehen. Hunde sind an öffentlich zugänglichen Orten entweder mit einem um den Fang geschlossenen Maulkorb zu versehen oder so an der Leine zu führen, dass eine jederzeitige Beherrschung des Tieres gewährleistet ist. Zivilrechtlich haften Tierhalter für die ordnungsgemäße Verwahrung ihrer Tiere.