IG Milch: "Billiger Aktionismus auf dem Rücken der Bauern"

Der Kampf des Handels um die Kunden wird  auch in Österreich mit Preisaktionen bei Milchprodukten geführt und gefährdet damit massiv die österreichischen Milcherzeuger. Dies erklärte heute IG Milch-Obmann Ewald Grünzweil bei einer Pressekonferenz zu den Milchpreissenkungen des Handels.

Die IG Milch will nochmals Gespräche mit dem Handel suchen, erklärte Ewald Grünzweil. (Bildquelle: )

Besonders aggressiv trete die Rewe-Tochter Penny mit ganzseitigen Annoncen in großen Tageszeitungen auf. Meldung von der Preiskampftruppe -; Milch muss billiger werden!" , hieße es, um Preissenkungen auf das gesamte Milchsortiment anzukündigen. Damit werde eine sachlich fachlich fundamentierte Diskussion fast unmöglich. Mit dieser Preispolitik werden hohe gesellschaftliche Werte wie Kulturlandwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Ernährungssouveränität durch billigen Aktionismus akut gefährdet, so Grünzweil.Möglich seien diese Preissenkungen nur auf dem Rücken tausender engagierter Milchbäuerinnen und -;bauern, die als schwächstes Glied der Wertschöpfungskette automatisch die gesamte Zeche zahlten. Niemand habe den Mut, wirtschaftliche, ökologische sowie entwicklungs- und gesellschaftspolitische Realitäten zusammenzufügen und auf den Punkt zu bringen. Eine nachhaltige und vernünftige Entwicklung gebe es nur, wenn die Preise für Lebensmittel steigen.Deshalb wird die IG-Milch in den nächsten Wochen den österreichischen LEH, die Arbeiterkammer sowie die zuständigen Ministerien zu einem gemeinsamen Gespräch einladen, um hier einen gemeinsamen Weg zu finden. Grünzweil: Sollten sich auf dieser Ebene keine Lösungsansätze ergeben, sehen wir uns veranlasst, die dramatischen Folgen in geeigneter Weise sichtbar zu machen." Weitere Einzelheiten, was genau geplant ist, nannte der Obmann noch nicht.

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