IG Milch: Generalversammlung abgesagt

Bei der IG Milch fliegen weiter die Fetzen: Jetzt wurde die durch die Rechnungsprüfer für 30. April einberufene außerordentliche Generalversammlung der IG Milch von neun Vorstandsmitgliedern abberaumt, wie es auf der Homepage der IG Milch heißt.

Obfrau Erna Feldhofer und ihre Vorstandskollegen schreiben in der Aussendung: "Wie wir schmerzlich zur Kenntnis nehmen müssen, geht es schon lange nicht mehr um die Interessen der Bauern, sondern nur mehr um persönliche Intrigen und Hassattacken." Foto: Altmann (Bildquelle: )

Als Gründe für die „Absage“ werden angeführt, dass die Rechnungsprüfer nicht berechtigt seien, eine Generalversammlung einzuberufen. Sie könnten lediglich einen Antrag an den Vorstand stellen, eine Einberufung vorzunehmen. Weiters erklärt der Vorstand: „Der Vorwurf der beharrlichen und schwerwiegenden Verstöße gegen Rechnungslegungsvorschriften ist eine bösartige Erfindung und kann jederzeit wiederlegt werden. Die Buchhaltung des Vereins ist bis auf den letzten Cent korrekt. Die Mittel wurden ausschließlich für Vereinszwecke verwendet.“

"Straf- und zivilrechtliche Schritte eingeleitet"

Die Rechnungsprüfer hätten bisher keinen Verstoß gegen Rechnungslegungsvorschriften benannt, obwohl sie hierzu verpflichtet seien. Stattdessen würden sie ihre unwahren und rufschädigenden Behauptungen wiederholen. „Wir haben daher bei Gericht strafrechtliche und zivilrechtliche Schritte eingeleitet, insbesondere Privatanklagen eingebracht und auch bei mehreren Gerichten einstweilige Verfügungen beantragt“, so der Vorstand auf der Homepage wörtlich.
 
Anschließend wird in der Aussendung über den Grund für die Vorgangsweise der Rechnungsprüfer spekuliert. Dieser liege darin, dass „wir uns geweigert haben, die Interessen der Freien Milch zulasten der Interessen der Vereinsmitglieder der IG-Milch zu unterstützen“. In diesem Zusammenhang wird vom Vorstand über Verbindlichkeiten der Freien Milch Austria in Höhe von 2,8 Mio € gemutmaßt. Die ganze Aussendung finden Sie auf der IG Milch Homepage.

Eine Meldung über die Hintergründe der Streitereien lesen sie in top agrar Österreich, Ausgabe 5/2013, Seite 6.

Artikel geschrieben von

Torsten Altmann

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