Kartoffelmarkt: Geringere Hektarerträge bei Frühsorten

Hochsommerliche Temperaturen und Trockenheit prägen derzeit den österreichischen Frühkartoffelmarkt. Nachdem das nasse und kalte Wetter im Frühjahr die Anfangsentwicklung der Kartoffeln verzögert haben, sorgt nun die hochsommerliche Wetterlage für ein frühes Ende des Wachstums.

Hochsommerliche Wetterlage sorgt für ein frühes Ende des Wachstums bei Kartoffeln. (Bildquelle: )

Dem entsprechend ernüchternd fallen die Hektarerträge bei den Frühsorten aus, berichtet die Marktabteilung der LK Niederösterreich. Wie sehr die Anschlusssorten unter den Wetterextremen gelitten haben, wird sich erst weisen. Regional mussten die Rodearbeiten wegen der Trockenheit eingestellt werden. Das überschaubare Angebot steht einer ruhigen Nachfrage gegenüber. Aufgrund der Ferienzeit und der Hitze steht den Konsumenten der Sinn eher nach kühlem Eis als nach heißen Kartoffeln. Die Erzeugerpreise waren stabil bis leicht rückläufig. Aus Oberösterreich wurden unverändert 35 € je dt gemeldet. In der Steiermark lagen die Erlöse zu Wochenbeginn zwischen 25 und 29 € und in Niederösterreich wurden durchschnittlich 23 € je dt bezahlt. Die Wetterkapriolen beeinflussen heuer nicht nur den Kartoffelanbau in Österreich, sondern auch in weiten Teilen Europas. In den baltischen Staaten, in Weißrussland sowie im Westen der Ukraine und Rumäniens brachte der Frühsommer reichliche Niederschläge sowie hohe Temperaturen. Auf vielen Feldern kämpft man hier mit Staunässe und entsprechendem Krankheitsdruck. In Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und der Süden Russlands dagegen schmälert die anhaltende Trockenheit die Erträge. Die Kartoffelnotierungen an den Terminbörsen haben darauf bereits reagiert. Seit Mitte Juni sind die Preise für die neue Ernte um 50% gestiegen.

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