"Kein Gen-Schweinefleisch im Supermarkt!"

Als bewusste Falschinformation, welche auf dem Rücken der österreichischen bäuerlichen Familienbetriebe ausgetragen wird, bezeichnet der OÖ Bauernbund die am 7. November veröffentlichten Ergebnisse einer Studie von Greenpeace in Bezug auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln bei Schweinen.

"Die hohen Standards in Österreichfür Schweinefleisch werden nicht abgegolten! Eine gerechte Entlohnung der Bauern seitens des Handels finde leider nicht wirklich statt", moniert Maria Sauer. (Bildquelle: mp1746/pixabay.com)

Wenn es darum gehe, den österreichischen Bauern zu schaden, seien manche NGO´s immer vorne mit dabei, heißt es in einer Aussendung des Bauernbundes. "Dass aber auch der öffentlich rechtliche Rundfunk und die Qualitätsmedien auf diese Masche reinfallen und die Aussendungen unreflektiert wiedergeben, ist einfach unseriös und tendenziell", so der BB weiter.

Hintergrund: Greenpeace führte eine Marktstudie in Bezug auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln bei Schweinen durch, welche am Donnerstag, 07.11.2019 veröffentlicht wurde. Die Studie sei zum Ergebnis gekommen, dass in einem von zehn untersuchten Fällen in Supermärkten „gentechnikfreies“ Schweinfleisch angeboten wurde.

Bewusste Falschinformation

In der Studie werde geschrieben, dass es sich um „gentechnisch belastetes“ Fleisch handle. Hier liege eine bewusste Falschinformation vor, welche auf dem Rücken der österreichischen bäuerlichen Familienbetriebe ausgetragen wird. Die Konsumenten würden bewusst falsch informiert. Es werde etwas skandalisiert, das kein Skandal ist!

"Die Schweinderl, die bei uns in Österreich zu Hause sind, sind nicht genetisch verändert! Die Schweine werden teilweise mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert. Der Verzehr von Schweinefleisch, welches mit gentechnisch verändertem Futter erzeugt wurde, ist als völlig unbedenklich einzustufen. Dies belegen zahlreiche Studien“, so die Direktorin des OÖ Bauernbundes Maria Sauer. „Diese Art der Panikmache ist unverantwortlich und ruinös für unsere Bäuerinnen und Bauern“, so Sauer weiter.

Wo bleibt „Fair trade“ für die Österreichischen Bäuerinnen und Bauern?

Vor allem im Fleischbereich werde mit Aktionen gelockt. Die hohen Standards in Österreich würden nicht abgegolten! Eine gerechte Entlohnung der Bauern seitens des Handels finde leider nicht wirklich statt. Damit die Höfe fortbestehen können, müssten Landwirte eine straffe Kalkulation ihrer Kosten durchführen. Dazu komme auch, dass Soja bzw. anderes Eiweißfutter aus Österreich in der benötigten Menge nicht verfügbar ist und dieses Futter wesentlich teurer wäre.

Diese Rechnung gehe sich laut Sauer nicht aus. Aber auch aufgrund solcher immer wiederkehrender Falschmeldungen würden Bauern ihren Hof aufgeben. "Da fordern alle lautstark nach Klimaschutz. Wenn es aber darum geht, die einzige Branche zu unterstützen, die Klimaschutz durch die Bewirtschaftung von Wiesen, Feldern und Wäldern macht, ist die Solidarität enden wollend", so Sauer. „Wenn dieses Bauernbashing weiterhin in der Form stattfindet, kann man ja dann immerhin die Lebensmittel von dort importieren wo es gerade am billigsten ist! Ich bin gespannt, ob die NGOs für diese Herkunft und Produktion auch Studien veröffentlichen. Ich fordere dringend auf, solche falschen Informationen nicht zu veröffentlichen. Unsere Bäuerinnen und Bauern verdienen sich ordentlich recherchierte Berichterstattungen. Sie sind auch gerne bereit zu zeigen wie sie wirtschaften, wie es den Tieren auf den Höfen geht und was gefüttert wird“, so Bauerbunddirektorin Sauer.

Artikel geschrieben von

Torsten Altmann

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