Landtagswahl Oberösterreich

Köstinger: „Respektlos, primitiv und populistisch!“

Gar nicht lustig findet Bundesministerin Elsiabeth Köstinger (ÖVP) das aktuelle Wahlplakat der öberösterreichischen Grünen. Sie verlangt eine Entschuldigung bei den Landwirten und die Entfernung der Plakate.

„Das aktuelle Wahlkampf-Sujet der OÖ-Grünen mit dem Slogan ‚Bio oder Gift‘ ist respektlos, primitiv und populistisch“, so Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger via Aussendung. „Wer traditionelle Landwirtschaft mit Giftspritzen gleichsetzt, betreibt eine pauschale Verunglimpfung der Bäuerinnen und Bauern, die ich nicht akzeptieren werde“, so Köstinger weiters.

Die Hetze gegen einen gesamten Berufsstand, die hier von den Grünen betrieben wwerde, kenne man bislang nur von Parteien am äußersten rechten Rand, so die Ministerin. Sie stehe felsenfest an der Seite der Bäuerinnen und Bauern, die jeden Tag im Stall, am Acker und auf den Wiesen arbeiten, um Österreich mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Nicht erst in der Krise hätte man gesehen, wie wichtig diese Selbstversorgung ist.

„Unsere Bauern haben es nicht verdient, dass mit solchen Mitteln versucht wird, auf ihrem Rücken Stimmen zu maximieren. Ich fordere die Grünen auf, dieses Sujet augenblicklich aus dem Verkehr zu ziehen und sich bei den Landwirten zu entschuldigen“, so Köstinger abschließend.

Keine Entschuldigung der Grünen

Eine Entschuldigung vom Grünen Listenersten bei der OÖ Landtagswahl am 26. September, Stefan Kaineder, wird es auch nicht geben. Für ihn sei die Kritik eine „konzertierte Kampagne des Bauernbundes zu tun. Jenes Bauernbundes, der sich nun als empörte Schutzmacht der heimischen Bäuereinnen und Bauern präsentiert, aber es nicht zustande bringt, die Lage der vielen kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe im Land zu verbessern.“

Nichts liege den Grünen als Partner der heimischen Bäuerinnen und Bauern ferner als eine Spaltung zwischen konventioneller und biologischer Landwirtschaft, so Kaineder, der selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen ist.

Kaineder + Traktor

In seinem Wahlwerbespot betont der studierte Theologe Stefan Kaineder seine bäuerliche Herkunft. (Bildquelle: Youtube/Die Grünen)

Das kritisierte Plakat richte sich auch nicht gegen die konventionelle heimische Landwirtschaft, betont Kaineder weiters auf der Homepage der Grünen OÖ, sondern „gegen die multinationale Agrarindustrie und deren Massenproduktion, die ohne die enormen Mengen an Pestiziden gar nicht möglich wäre und die die heimische Landwirtschaft mit Billigware so enorm unter Druck setzt.“