Landwirtschaft soll in Schulbüchern künftig realistisch dargestellt werden

Schulbücher zeigen teilweise eine fehlerhafte Darstellung der österreichischen Landwirtschaft. Landwirtschaftskammer und Schulbuch-Verlage arbeiten an einer Verbesserung.

(Bildquelle: )

"Es ist unser gemeinsames Ziel, dass die österreichische Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft in den Schulunterlagen realistisch und so aktuell wie möglich dargestellt wird, betonten Karl Herzberger (Verein Schulbuch; Wirtschaftskammer) und Herbert Bauer (Ländliches Fortbildungsinstitut; Landwirtschaftskammer) bei einem Round Table in der Vorwoche. Dabei berieten Vertreter der wichtigsten Schulbuchverlage und Bildungsexperten der LK über erforderliche Maßnahmen, um dieses Ziel möglichst gut zu erreichen. Rechtlich gesehen bedürfen Schulbücher einer Approbation (Zulassungsverfahren mit der Aufgabe, den Lehrplan korrekt in den Büchern einzuhalten), die sich nur sehr generell mit gesellschafts- und interessenpolitischen Inhalten auseinandersetzen kann. Als Haupthindernis wird der schwächer werdende Grundkonsens in unserer vielfältigen Gesellschaft gesehen.

Die ausführliche Überprüfung der Schulbücher durch die LK und das LFI hat ergeben, dass ein hoher Prozentsatz der Inhalte zwar in Ordnung ist, es jedoch auch immer wieder fehlerhafte Darstellungen über die heimische Landwirtschaft gibt. Das macht speziell jene Menschen betroffen, die tagtäglich für Qualität und Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion sorgen, merkte Michaela Taurer, Projektleiterin Land- und Forstwirtschaft und Schule, an.

Einen wesentlichen Grund für diese Pannen sieht Herzberger auch darin, dass durch die Wiederverwendung vielfach veraltete Bücher aus dem Schülerladen zum Einsatz kommen". Sowohl die Bauernvertretung als auch die Verlage sind von einer positiven Weiterführung der Zusammenarbeit überzeugt, sodass in Zukunft die Land- und Forstwirtschaft zu einer realitätsnahen Darstellung kommt und veralteten Sichtweisen der Garaus gemacht wird. Als Bildungseinrichtung der Kammern stellt das LFI gerne sein Expertenwissen und sein Informationsmaterial zur Verfügung, betonte Bauer abschließend. (AIZ)


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen