Lebensmittel gehören in den Magen, nicht in den Müll

In Österreich landen jedes Jahr 157.000 t verpackte und unverpackte Lebensmittel sowie Speisereste im Restmüll. Das entspricht einem Wert von 1 Mrd. €. Wie Menschen dem Wegwerf-Trend entgegenwirken können, darüber informierte in Wien ein Projekttag im GRG15 - Gymnasium auf der Schmelz.

brot

Brot und Süßwaren werden am häufigsten weggeschmissen, obwohl sie noch genussfähig wären. (Bildquelle: )

Wiens Landesbäuerin Kammerrätin Irene Trunner gestaltete zusammen mit Landfrauen-Kolleginnen diesen Projekttag. Sie wollen das Bewusstsein für den Wert heimsicher Produkte schärfen und Tipps für den Alltag geben.

„Jeder einzelne von uns kann mit geringstem Aufwand seinen Beitrag leisten“, erläuterte Anneliese Schippani, Obfrau der Wiener Gärtnerinnen. „Das beginnt mit einem wohl überlegten Einkaufszettel, der gezielten Suche nach regionalen Produkten im Handel, deren richtige Lagerung im Haushalt und schließlich der Verwertung von sogenannten Restl’n zu schmackhaften Gerichten“. Nach diesen Kriterien wurden die Kinder im GRG15 anhand von Schwerpunktstationen mit dem Thema konfrontiert.

„Wer gezielt darauf achtet, regionale Lebensmittel zu kaufen, sorgt nicht dafür, dass die Bauernhöfe in seiner Umgebung weitergeführt werden. Was viele nicht wissen, ist der wichtige Beitrag zum Klimaschutz. Denn heimische Produkte legen deutlich weniger Transportwege zurück, als ausländische“, erklärte Schippani weiter. Gleiches gelte für saisonale Ware.

Erschreckende Bilanz

15% des österreichischen Restmülls sind verpackte und unverpackte Lebensmittel in genussfähigem Zustand. Das entspricht jener Menge, die von einer halben Million Bürgern im Jahr verzehrt wird. Pro Person sind das 19 kg bzw. 300 €, die weggeworfen werden. Den größten Müllberg machen dabei Brot und Süßwaren aus (28%), geringfügig seltener werden Obst und Gemüse entsorgt (27%). 12% sind es bei Milchprodukten und Eiern und 11% bei Fleisch, Wurst und Fisch (Quelle: BMLFUW).


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