EU-Kommission

Limit von 70.000 t für Hendl-Importe aus der Ukraine

Die Quote der zollfreien Importe von Hendlbrustfleisch aus der Ukraine wird um 50.000 Tonnen erhöht. Dennoch zeigt sich Simone Schmiedtbauer in einer Aussendung froh über die damit verbundene Reparatur des EU-Ukraine-Abkommens im Plenum des Europaparlaments.

Mit der Importquote von 70.000 t will die EU den bishereigen Tricksereien einen Riegel vorschieben. (Bildquelle: pixabay.com/manfredrichter)

Dadurch werde eine Schwachstelle im EU-Ukraine-Abkommen beseitigt, so die Europaabgeordnete und Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament: "Diese Schwachstelle haben skrupellose, ukrainische Geflügelexporteure lange genug ausgenützt. Miese Tricks zu Lasten unserer Landwirtschaft werden wir nicht länger hinnehmen.“ (top agrar Österreich berichtete mehrfach darüber in der Printausgabe und auf dieser Homepage)

55000 t mit "Knochentrick" in EU geschleust

2018 war die reguläre Quote für zollfreies Hendlfleisch aus der Ukraine mit 20.000 Tonnen begrenzt. "Doch an der Quote vorbei konnten weitere 55.000 Tonnen mit dem "Knochentrick" ohne Strafzölle in die EU geschleust werden", skizziert Schmiedtbauer. Künftig wird die zollfreie Importquote auf 70.0000 Tonnen erhöht. „Darüber gibt es hohe Strafzölle von 100,8 Euro pro 100 Kilogramm, was den Import unrentabel für die Ukrainer macht“, so Schmiedtbauer.

Wie funktionierte der "Knochentrick": Geflügelbruststücke wurden in die EU und nach Österreich exportiert, an denen noch ein Stückchen Knochen war - das Fleisch war daher "minderwertig" und nicht von der Importquote laut EU-Ukraine-Vertrag erfasst. In der EU wurde der Knochen entfernt, und das Fleisch als "hochwertiges" Geflügelbrustfleisch vermarktet.

"Solche Praktiken verzerren die Wettbewerbsfähigkeit zu Lasten unserer Landwirtschaft. Deshalb gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Weiterhin bestehenden Bedenken wegen der Produktionsbedingungen, der womöglich mangelhaften Kennzeichnung und der Kontrollen in der Ukraine werden wir nachgehen", schließt Schmiedtbauer.

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Torsten Altmann

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