LK NÖ: Pflanzenschutzmittel-Kontrollen funktionieren einwandfrei

Die von SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier angefachte Diskussion über Kontrolldefizite bei der Pflanzenschutzmittel-Anwendung kann Hermann Schultes, Präsident der Niederösterreichischen Landwirtschaftskammer, nicht nachvollziehen.

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„Die Ergebnisse eines dichten Kontrollnetzes zeigen, dass unsere Bauern sauber arbeiten und nichts zu verheimlichen haben“, so Schultes. Das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln wird seitens der Bundesanstalt für Ernährungssicherheit kontrolliert. Für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft sind die Bundesländer zuständig. In Niederösterreich überprüft das Amt der NÖ Landesregierung. Für manche Kontrollen hat das Land die Agrarmarkt Austria beauftragt. Die AMA inspiziert die Einhaltung der Giftbezugslizenz, die Sachkundigkeit der Anwender, die Verwendung von ausschließlich in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmitteln sowie deren sichere und gesetzeskonforme Lagerung, erklärt der LK NÖ-Präsident.

„Die Wirksamkeit der Kontrollen bestätigen auch die Analysen des Sondermessprogramms „Pestizide und Metaboliten“ im Rahmen der österreichischen Gewässerzustands-Überwachungsverordnung. Alle gemessenen Konzentrationen liegen deutlich unter den gesundheitlich bedenklichen Werten“, betont Schultes abschließend.

Schultes reagiert damit auf eine Presseaussendung des SPÖ-Konsumentenschutzsprechers Johann Maier. In dieser kritisiert Maier, dass Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich noch eine Antwort darauf schuldig sei, wer die Anwendungskontrollen in den Bundesländern vor Ort durchzuführen habe. Das Problem liege für Maier vor allem darin, dass der Bund zwar für die Koordinierung der Prüfungen zuständig sei, für die Kontrollen selbst aber die Bundesländer. Die Überprüfungsbilanz der Bundesländer sei aber negativ.

Maier schlug vor, sowohl im Pflanzenschutz als auch bei den Lebensmitteln zur Entlastung der Länder und zur Sicherung der Lebensmittelsicherheit eine schnelle Eingreifgruppe einzusetzen, die die Kontrollen durchführe. Diese könnte bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) oder einem eigenen Bundesamt für Lebensmittelsicherheit angesiedelt werden. (AIZ/AgE)


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