Lungauer Kochwerk bringt mehr Lungau auf die Teller

Eine Riesenportion Lungau brachte das Kochwerk-Team vergangene Woche in der Ludlalm auf die Teller. Der Verein möchte wieder mehr Menschen an den Herd bringen, die dabei vorrangig regionale Produkte verwenden. Dazu wird es in den nächsten Monaten zahlreiche Kurse geben und auch eine Homepage zu regionalen Direktvermarktern online gehen. Damit soll die Region weiter gestärkt werden.

Das Team des Lungauer Kochwerks stellte sich vergangene Woche in der Ludlalm vor. (Bildquelle: kwer, Andrea Kocher )

„Das Lungauer Kochwerk ist das erste Radl in dem Gefüge, das ein großes Getriebe werden soll“, klärte Projektleiterin Roswitha Prodinger auf. „Die Zutaten für mehr Lungau am Teller  sollen heimische Lebensmittel sein, ein Miteinander von Produzenten, Verarbeitern und Konsumenten, intensive Direktvermarktung und als Folge Nischenproduktion und Produktvielfalt. Unsere Lebensmittelqualität wert zu schätzen, ist die Voraussetzung.“

Referentin Katharina Stiegler und das Team der Ludlalm beim Servieren der Lungauer Gerichte. (Bildquelle: kwer, Andrea Kocher)

Selber kochen und dabei regionale Produkte verwenden

Das geladene Publikum lauschte gespannt der Entstehungsgeschichte des Vereines, der als regionale Kochschule wieder mehr Menschen an den Herd bringen will und auf deren Speiseplan wieder vorrangig regionale Produkte stehen sollen. Die Projektverantwortlichen überzeugten dabei nicht nur mit ihren ambitionierten Plänen, sondern auch mit überdurchschnittlicher Männer-Präsenz am Herd: Sponsoren und Projektpartner wurden vorab zum Projektauftakt in die Küche gebeten, um das Eröffnungsmenü zuzubereiten – das Ergebnis wurde zeitgleich zu den Interviews via Film auf der Leinwand demonstriert. Unterhaltsam und aufschlussreich, welch verborgene Talente die Akteure, darunter LK Präsident Franz Eßl, Geschäftsführer Christian Leeb von der Salzburg Milch und Biosphärenparkmanager Markus Schaflechner, zeigten. Am Eröffnungsabend selbst war es Ludlalm-Chefkoch Christian Lerchner, der das Menü zauberte – und Katharina Stiegler koordinierte die bunte Aufwartung der Lungauer Köstlichkeiten bis an die Tische.

Mehr als 30 Kurse zu verschiedenen Themen rund ums Kochen

Das Lungauer Kochwerk soll ein Motor sein. „Kochen heißt, sich Zeit zu nehmen, Freude daran zu haben und das wertzuschätzen, was schlussendlich am Teller ist. Und wer ein wenig ‚kochfaul’ sein sollte, dem kann man nur eines empfehlen: In der Gemeinschaft macht das Kochen gleich mehr Spaß, und natürlich auch das Genießen!“, resümierte Roswitha Prodinger. Und während das Publikum nach vier Stunden voller regional-lukullischer Genüsse die Lungauer Käsevielfalt ebenso hinterfragte wie den köstlichen Geschmack der Biohendln vom Poinsithof oder das süße Geheimnis der Rahmkoch-Praline, da war das Lungauer Kochwerk auch schon mitten drin in dem fortschreitenden Prozess: Stehen in den nächsten Monaten doch mehr als 30 Kurse mit 17 verschiedenen Referentinnen und Referenten auf dem vielseitigen, an Lebensmitteln der Saison orientierten Kursprogramm. Für jeden ist etwas dabei!

Als nächstes wird außerdem die Website www.lungauerkochwerk.at online sein und mit ihr das erste Folgeprojekt: Die Lungauer Speis, eine virtuelle Vorratskammer, die voll mit regionalen Lebensmitteln von heimischen Direktvermarktern sein wird.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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