Agrarfragen

LvÖ: Forderungen an Köstinger übergeben

Besuch bekamen heute die Agrarlandesräte und Ministerin Elisabeth Köstinger von der Bauernorgansiation „Landwirtschaft verbindet Österreich“ (LvÖ) am Forstcampus in Traunkirchen (OÖ). Diese übergab im Vorlauf zur Landesagrarreferenten-Sitzung einen Forderungskatalog zu brennenden agrarischen Fragen und Problemen.

Eine Delegation vom Verein „Landwirtschaft verbindet Österreich“ übergab das Forderunsgschreiben an Ministerin Köstinger. Im Bild von links nach rechts: LvÖ-Vorstand Siegfried Springs, LvÖ-Obmann und Bundessprecher Christian Tornehl, Ministerialmitarbeiter, Sektionschef Johannes Fankhauser und Ministerin Elisabeth Köstinger. (Bildquelle: LvÖ)

Erstmals machte die Bauerngruppe mit ihrem Protest beim Spar-Auslieferungslager Marchtrenk auf sich aufmerksam. Damals noch als Teil der losen LsV-Österreich-Gruppe. Von dieser hat man sich dann umgehend getrennt und fimiert nun als eigenständiger Verein „Landwirtschaft verbindet Österreich“ oder kurz „LvÖ“.

Nach dem Aufzeigen der Untragbarkeit von Dumpingpreisen bei Lebensmitteln vor den Spar-Toren, nahm sich der Bauernbund ein Beipiel an dieser Aktion und rief seinerseits zu ähnlichen Demos in ganz Österreich auf.

Trotzdem zeigen sich manche Handelsketten, allen voran die Spar-Gruppe, weiterhin uneinsichtig, wie diverse Butter-Aktionen in den letzten Wochen zeigten.

Erstes Schreiben an die Politik bereits im April

Zwischenzeitlich hat der neue LvÖ-Verein, der aktuell rund 10.000 Sympathisanten in einer WhatsApp-Gruppe vereint, bereits Lobbyingarbeit hinter den Kulissen betrieben. Dabei hat man sich vor allem dem Thema Gemeinschaftsverpflegung angenommen. U.a. mittels Schreiben an Bundeskanzler Sebastian Kurz sowie an alle Ministerien, doch endlich Lebensmittel mit österreichischer Herkunft in den jeweiligen Gemeinschaftskantinen den Vorrang einzuräumen. Darin wurde vom LvÖ auch die damit verbundene Vorbildwirkung sowie Verantwortung und Solidarität mit der heimischen Landwirtschaft angesprochen.

Obwohl Intention, Umsetzung und Wirkung nur positiv sein müssten, haben nicht einmal alle Ministerien reagiert. Vielleicht störte so manchen Ministerialen aber auch nur folgender Hinweis im damaligen Begleitmail: „Jeder Schritt gegen die Landwirtschaft ist ein Schritt gegen die Zukunft Österreichs.“

Forderungskatalog an Bundesregierung

Im heute übergebenen Schreiben an Köstinger wird der Appell vom April schon weitaus stärker als Forderung tituliert. LvÖ-Bundessprecher Christian Tornehl dazu: „Gerade der Vorzug veredelter Lebensmittel aus heimischen agrarischen Urprodukten wäre sofort umsetzbar und würde unseren Bäurinnen und Bauern sehr helfen.“

Zudem werden eine ganze Menge weiterer Probleme der heimischen Landwirtschaft im übergebenen Schreiben aufgelistet und Umsetzungsforderungen gestellt. Der LvÖ ist sich sicher, dass die Mitbürgerinnen und Mitbürger das Beste auf ihren Tellern verdient haben und die Politik dementsprechend handeln müsste. Allein schon aus dieser Verantwortung heraus gibt es jede Menge Handlungsbedarf für die politisch Verantwortlichen.

„Wir haben heute bewusst auf Traktoren verzichtet. Wir wollen aufklären, wo der Schuh drückt, aber auch ganz klar verdeutlichen: Die Bäuerinnen und Bauern können nicht mehr auf den Sankt-Nimmerleins-Tag warten“, berichtet Tornehl. „Die Politik muss uns jetzt helfen und in die Gänge kommen, sonst ist es zu spät.“

Auch habe man Ministerin Köstinger volle Unterstützung bei der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der heimischen Landwirtschaft zugesagt. „Besonders brennend ist aktuell bekanntlich auch die Schadholzfrage“, so Tornehl zu top agrar Österreich.

Demo für 18. Juni geplant

Mit der formalen Übergabe der Forderungen an die Bundesregierung will es der Verein LvÖ aber nicht belassen und seine Entschlossenheit auch auf Wiener Boden zeigen. Für den 18. Juni ist eine Sternfahrt der LvÖ-Bauern nach Wien geplant. An diesem Tag trifft sich der Nationalrat zur Juni-Plenartagung.


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