Zuckerrüben

Marihart: „Heuer gibt es nichts über dem EU-Mindestpreis.“

„Was sich derzeit am EU-Markt abspielt, ist die Vorbereitung auf das Auslaufen der Zuckerquote“, erklärt Agrana Generaldirektor Johann Marihart heute im Interview mit dem Kurier. Beim Zuckerpreis sei man aber knapp vor dem Erreichen des Tiefpunktes.

Marihart

(Bildquelle: )

Im Dezember habe dieser bei rund 430 Euro pro Tonne ab Werk gelegen. Vor einem Jahr sei der Preis noch um rund 300 Euro pro Tonne höher gewesen. „Maximal die Hälfte der Differenz kann durch Rohstoffkosten kompensiert werden“, so Marihart weiter. Bis 2017 gebe es Mindestpreise, die von der EU vorgegeben werden. Die Quartalsergebnisse der Zuckerbranche seien daher europaweit rot. 

"Rübe in vielen Regionen nicht mehr die beste Frucht"

Nach den Auswirkungen der Zuckermarktreform auf Österreich befragt, meint Marihart: „Die Rübe ist in vielen Regionen nicht mehr die beste Frucht, aber nach Getreide oder Mais immer noch die zweitbeste. Grundsätzlich ist Österreich ein gutes Produktionsland.“

Die Reform werde daher nicht zu Abschmelzverlusten führen. Die Erlöse über dem Kostenniveau würden 50 zu 50 zwischen Zuckerhersteller und Rübenbauern aufgeteilt. Doch Marihart schränkt ein: „Heuer gibt es nichts über dem EU-Mindestpreis.“
 
Zu den Staaten, in denen sich die Zuckerrübenproduktion nach Auslaufen der Quote nicht mehr rentiert, zählt Marihart „am ehesten jene Produktionsgebiete, die noch in Spanien, Italien und Griechenland verblieben sind. Auch in Ungarn, Rumänien und der Slowakei wird der Druck steigen.“
 
 


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