Meldeverzug Rinderprämie: Agrar-Landesräte fordern sofortige Neuregelung

Mit Protest und der Aufforderung nach einer sofortigen Reparatur der EU-Richtlinie reagieren Österreichs Agrarlandesräte auf ein EuGH-Urteil, das einen neuen Höhepunkt der überzogenen Brüsseler Bürokratie darstellt. Demnach müsste jeder Bauer künftig auch für Fehler bei der Meldung im Tierregister einstehen, die ein Vorbesitzer gemacht hat.

So führt z.B. eine Meldeverspätung bei der Geburt eine Kalbes noch Jahre später zum Verlust der Rinderprämie, auch wenn dies der Vorbesitzer zu verantworten hat. 'Das ist eine neue Form einer EU-Sippenhaftung, in der Bauern ohne jegliches Verschulden Prämien verlieren!, so Oberösterreichs Agrar-Landesrat Stockinger in einer Aussendung und begründet damit die konsequente Ablehnung der Agrarreferenten gegen derartige Anschläge auf die Bauern-Brieftaschen. Das Urteil des EuGH ist in seiner Auswirkung absolut abzulehnen und auch rechtlich problematisch, weshalb die Agrar-Landesräte eine sofortige Sanierung fordern.

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