Milchmarkt: VÖM zieht positive Bilanz

Gute Milchpreise trotz Rekordliefermengen: So lautet das Fazit der heimischen Milchverarbeiter. Dieses gab Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) in Hinblick auf den Weltmilchtag am 1. Juni auf einer Pressekonferenz bekannt.

Helmut Petschar

VÖM-Präsident Helmut Petschar (Bildquelle: )

Während die Situation auf den Milchmärkten bis zum Jahreswechsel 2013/14 sehr stabil war und zu Höchstpreisen führte, kam es in den ersten Monaten des heurigen Jahres zu leichten Preiskorrekturen. „Diese sollten aber die grundsätzlich stabile Lage auf den Weltmärkten und auch in Europa nicht grundlegend beeinträchtigen“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, Helmut Petschar, zur aktuellen Entwicklung auf den Milchmärkten.

Im letzten Jahr führten insbesondere die hohe weltweite Nachfrage und Produktionsrückgänge bei den Exporteuren zu einem Anstieg der Preise, der letztlich auch am europäischen und österreichischen Markt zu spüren war. Heuer hingegen kam es zu deutlichen Produktionssteigerungen in der EU und auch in Österreich, diese wurden aber von den Märkten gut aufgenommen. Somit ist aufgrund der weltweit guten Nachfrage mit einer grundlegend stabilen Entwicklung auf den Weltmilchmärkten zu rechnen.
Die Erzeugermilchpreise lagen in den ersten drei Monaten 2014 in Österreich mit 47,45 Cent (durchschnittlicher Auszahlungsbetrag je kg, inkl. USt.) auf einem hohen Niveau, auch wenn die Molkereien zuletzt Preisanpassungen nach unten durchführen mussten.

Milchpreise

Die steigende Milchanlieferung in Österreich und EU-weit ist auch vor dem Hintergrund des Auslaufens der Milchquote zu sehen. Nach dem 31. März 2015 gibt es keine staatlichen Begrenzungen für die Milchproduktion mehr. Die EU erstellt mit einer Gesamtanlieferung von ca. 140 Millionen Tonnen etwa 22 Prozent der Weltmilchproduktion, die österreichische Anlieferung liegt bei ca. 3 Millionen Tonnen.

Milch Anlieferung

Mit Ende der Quotenregelung wird auch für Österreich eine Mehrmenge erwartet. Derzeit werden bereits über 48 Prozent der Milchprodukte exportiert. Nach Auslaufen der Quote wird die Exportquote auf über 50 Prozent steigen. Die österreichischen Molkereien sind sehr daher bestrebt die Exporte weiter auszubauen. Wichtig sind auch unterstützende Maßnahmen durch öffentliche Stellen für diese Exportstrategie.

Aufgrund der hohen Anlieferung ist im kommenden Jahr mit einer höheren Superabgabe zu rechnen, hier geht der dringende Appell der österreichischen Milchwirtschaft an das BMLFUW und die Europäische Union zumindest für das letzte Jahr Erleichterungen bei der Berechnung der Superabgabe zu schaffen, um so zu einer wirksamem Entlastung für die heimischen Milchbauern zu kommen.

Weitere Kennzahlen zur österreichischen Milchwirtschaft:

Kennzahlen Milch 1

Kennzahlen Milch 2


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