Kollektivvertrag

NÖ: 2,8 % Gehaltsplus für bäuerliche Dienstnehmer

Niederösterreichs Landarbeiter- und Landwirtschaftskammer haben sich bei den Kollektivverhandlungen geeinigt. Die Lohnerhöhung betrifft rund 20.000 agrarische Angestellte.

Die NÖ Landarbeiterkammer (LAK) und die LK NÖ einigten sich in der zweiten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer in bäuerlichen Betrieben in Niederösterreich auf eine Lohnerhöhung von 2,8% ab 1. Jänner 2022.

"Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der Arbeitskräfte in bäuerlichen Betrieben in Niederösterreich und damit auch die Bedeutung des Kollektivvertrages. Umso mehr freuen wir uns, dass beide Seiten aufeinander zugegangen sind und wir einen fairen Abschluss für Tausende unserer Mitglieder erzielen konnten", erklärte LAK-NÖ-Präsident Andreas Freistetter.

Mindestlohn seit 2020

Nachdem 2020 der Mindestlohn von 1.500 € realisiert werden konnte, stieg die niedrigste Lohnkategorie der Erntearbeiterinnen und -arbeiter seitdem auf nunmehr 1.564,98 Euro an. "In den letzten drei Jahren konnten wir für die niedrigste Einkommensgruppe eine Lohnerhöhung von über 14% erreichen. Damit bringen wir auch jenen Beschäftigten die nötige Wertschätzung entgegen, die bei der Ernte auf den Feldern und in den Produktionsstätten eine entscheidende Rolle für unsere regionale Lebensmittelproduktion einnehmen", so Freistetter.

KV-Abschluss für bis zu 20.000 Dienstnehmer

Im Kollektivvertrag für bäuerliche Dienstnehmer in Niederösterreich sind die Arbeitsverhältnisse und Löhne sämtlicher Arbeitnehmer geregelt, dazu zählen nicht nur die klassischen Ernte- und Saisonarbeiter, sondern auch Traktorführer und kaufmännische Angestellte.