Aus dem Heft

Nachfrage nach Betriebshilfen steigt

Wenn Bauer und Bäuerin aus gesundheitlichen Gründen ausfallen, übernehmen Betriebshelfer die Stall- und Feldarbeiten. Allerdings wird es immer schwieriger, geeignete Helfer zu bekommen.

Der Maschinenring bietet neben der wirtschaftlichen auch eine soziale Betriebshilfe an. Diese kommt dann auf die Betriebe, wenn sich Bauer oder Bäuerin z. B. verletzt haben.

Der Maschinenring bietet neben der wirtschaftlichen auch eine soziale Betriebshilfe an. Diese kommt dann auf die Betriebe, wenn sich Bauer oder Bäuerin z. B. verletzt haben. (Bildquelle: Maschinenring)

Eine schwere Grippe, ein gebrochenes Bein – wer krank oder durch einen Unfall außer Gefecht gesetzt ist, braucht Zeit und Erholung, um wieder gesund zu werden. Das ist auch bei Landwirten nicht anders.

Die nötige Ruhe zu finden, ist jedoch nicht immer einfach – eine Vielzahl an zu erledigenden Aufgaben am Hof kann nicht aufgeschoben werden. Zudem sind nicht immer ausreichend Arbeitskräfte vorhanden, um den Ausfall eines Betriebsführers zu kompensieren. Eine soziale Betriebshilfe kann in diesen Fällen die Aufgaben am Hof übernehmen. Über 4 600 Einsätze gab es österreichweit in diesem Bereich im Jahr 2019. Wegen Krankheit und Arbeitsunfähigkeit wurden die Helfer dabei am häufigsten gerufen.

Soziale Betriebshilfe (anders als die wirtschaftliche Betriebshilfe) erhalten Landwirte aber nur unter folgenden Voraussetzungen:

  • Spitalsaufenthalt ab zwei Tagen,
  • ab 15 Tagen Arbeitsunfähigkeit,
  • Kur (Heilverfahren/Erholung),
  • Tod eines Anspruchsberechtigten (auch während des Verlassenschaftsverfahrens),
  • Begleitung eines schwerkranken (behinderten) Kindes ins Spital,
  • Behinderung, die eine Hilfe zur Fortsetzung der Erwerbstätigkeit erfordert (z. B. Farmerlunge). Für Betriebsführer mit Eigenpensionsbezug besteht ein eingeschränkter Leistungsanspruch.

Betriebshilfe: Um 23 % mehr Einsätze

Insgesamt zeigt sich, dass die Einsätze innerhalb von fünf Jahren um 23 % stark gestiegen sind. Dazu kommt, dass sich die Stunden von 2014 bis 2019 um 45 % auf über 800 000 erhöht haben. Der Maschinenring betreut dabei mehr als die Hälfte der Fälle. Auch zahlreiche Zivildiener sind im Einsatz.

Der Grund für die zunehmende Dauer der Einsätze ist, dass auf den Betrieben immer weniger Arbeitskräfte ­tätig sind. Die Arbeitsabläufe werden zudem komplexer und die Technik anspruchsvoller....


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