„Netzwerk Kulinarik“ liegt weiter auf Eis

17,5 Mio. Euro sagte der ehemalige Minister Rupprechter dem neuen Kulinarik-Büro zu. Nach dem Ausstieg von Werner Lampert warten alle darauf, wie Nachfolgerin Elisabeth Köstinger mit dem Projekt umgeht.

NW Kulinarik

Stillstand herscht derzeit beim Netzwerk Kulinarik. (Bildquelle: Netzwerk Kulinarik )

Vollmundig kündigte der damalige Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter 2016 die Installierung des „Netzwerkes Kulinarik“ an. Damit sollten die vielfältigen regionalen und kulinarischen Initiativen gebündelt und in einer österreichischen Gesamtstrategie weiterentwickelt werden. Zudem sollte ein einheitliches Design für die Vermarktung des „Genussladens Österreich“ geschaffen werden, ein „Weißbuch“ dafür vorgelegt werden sowie die Fäden in einem straff organisiertem Büro zusammen laufen. Als Vorbilder nahm man sich Kapazunder wie die Genussländer Italien und Frankreich.

Viel Geld für wenig Output?

Insgesamt stellte  das Landwirtschaftsministerium für die Netzwerk-Aktivitäten ein Budget von 10,5 Mio. Euro bis zum Jahr 2022 über das Programm Ländliche Entwicklung in Aussicht.  Optional könne das Budget durch das Ministerium um weitere 7 Mio. Euro aufgestockt werden, hieß es bei der Präsentation.

Nach einer EU-weiten Ausschreibung wurde ein Bieterkonsortium – bestehend aus der Firma Fairify GmbH des Bio-Gurus Werner Lampert und der AMA Marketing GmbH – mit der Vernetzungsstelle beauftragt. Sehr zum Unmut der bis dahin vom Ministerium hofierten Organisation „Genussregion Österreich“ , denn alle staatlichen Mittel sollten auf das neue Netzwerk konzentriert werden.

Doch die Zusammenarbeit zwischen Lampert und AMA funktionierte offenbar nicht gut, Lampert stieg jedenfalls aus und ebenso dessen Netzwerk-Geschäftsführer. Neuer Geschäftsführer sollte eigentlich ein Ministeriumsprecher, der Kampagnen-Erfahrung aus Agentur und LK Niederösterreich mitbrachte, werden. Die Neuwahl verhinderte dies. Seither stockt das Projekt, ein Neustart wäre nötig.

Die installierten Cluster arbeiten im Hintergrund zwar, konkrete Ergebnisse sind allerdings noch nicht sichtbar. Die favorisierte Dachmarkenlösung „Kulinarische Erbe“ kam bei der neuen Ministerin zudem nicht gut an, berichten heute die Oberösterreichischen Nachrichten.

AMA Marketing plant Neustart

Die Zügel beim Kulinarik-Projekt habe nun die AMA Marketing alleine in der Hand, gewartet wird aber auf das Go von Ministerin Elisabeth Köstinger. Dieses wird für den Herbst erwartet. Derweil wächst die Unzufriedenheit in den Regionen, wo die Arbeit gemacht wird. „Wir sind eine Lachnummer. Da stehen viele Millionen zur Verfügung, und es geschieht nichts, wird ein Aktivist in der Zeitung zitiert.

 


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