Neuer Bundesobmann beim Maschinenring

Seit Mittwoch hat der Maschinenring Österreich mit Christian Angerer (59) einen neuen Bundesobmann. Formal repräsentiert der Landwirt und ehemalige Bank-Prokurist nun 74.000 landwirtschaftliche Mitglieder und mehr als 30.000 Menschen, die jedes Jahr in den österreichweit 80 Ringen arbeiten.

Angerer

1994 war Christian Angerer Gründungsmitglied des MR Reutte, der heute Teil des MR Tiroler Oberland ist. 2016 wurde er Tiroler Landesobmann und nun auch MR-Bundesobmann. (Bildquelle: MR/Webhofer)

Nach etwas holprigen Vorbereitungen hat es für Christian Angerer nun doch geklappt. Bei der Tiroler MR-Obmännerkonferenz hatte er noch seinen sofortigen Rücktritt als Tiroler MR-Landesobmann angeboten. Hintergrund dafür war der starke Wunsch seiner Tiroler Ringe, gegen Hans-Peter Werderitsch als neuen Aufsichtsratschef beim gewerblichen Bundes-Tochterbetrieb MR Österreich Personal und Service eGen (MRPS) zu stimmen.

Angesichts keines kurzfristig verfügbaren Nachfolgers als Tiroler Landesobmann verzichteten die Tiroler Ringe letztlich auf ein explizites "Nein" zu Werderitsch. In der Folge wurde der Burgenländer nur mehr zum Vorstandsvorsitzenden-Stellvertreter des MRPS vorgeschlagen und Angerer gestern zum neuen MR Österreich-Chef gemacht.

Bösendorfer nur mehr Stellvertreter

Der seit 2016 als Bundesobmann tätige gewesene Johann Bösendorfer kandidierte aus zeitlichen Gründen nicht mehr für den Bundesvorsitz. Der Niederösterreicher bleibt weiter MR NÖ-Landesobmann und wurde zum Stellvertreter Angerers im Bundesvorstand gewählt.

In ihrem bisherigen Bundesamt bestätigt wurde hingegen die Oberösterreicherin Franziska Fröschl. Diese vertritt im Bundesvorstand des MR Österreich weiterhin die Bäuerinnen.

Angerer will „Stärken stärken“

„Stärken stärken“, lautet das Lebensmotto des Breitenwanger ÖVP-Vizebürgermeisters auch als neuer MR-Bundesobmann: „Unsere Organisation ist in vielen Punkten gut aufgestellt. Wir sind mit rund 80 Standorten österreichweit vertreten, sind nah am Puls aller Regionen. Wir haben es geschafft, viele neue Gewerbe zu erschließen wie den Winterdienst, Grünraumpflege, Forst oder Bioenergie. Dadurch ermöglichen wir vielen Landwirten einen Zusatzerwerb und beschäftigen zusätzlich Facharbeiter wie Gärtner oder Baumpfleger.“

Gleichzeitig, so Christian Angerer, steht der Maschinenring vor großen Herausforderungen: „Es gibt immer weniger Landwirte in Österreich, das ist ein schleichender Prozess. Da wollen wir weiterhin einhaken, damit bäuerliche Familienbetriebe gut leben können.“

Gesamtumsatz gestiegen, Agrarbereich rückläufig

Im Zuge der heurigen MR-Bundestagung (18. bis 20.09. in Lech/Arlberg) wurde auch die Bilanz über das Geschäftsjahr 2018 präsenteirt. Demnach wurde ein Umsatz von 350,72 Mio. € Umsatz erwirtschaftet. Dies entspricht einem Plus von 3,91 %.

Besonders positiv entwickelte sich laut Aussendung das Personalleasing mit 75,38 Mio. € (+7,78 %), der stärkste Bereich blieben die Service-Dienstleistungen. Sie wuchsen um 5,97 % auf 186,79 Mio. €. Im Bereich Agrar wurde mit 88,56 Mio. € um 3,03 % weniger Umsatz erzielt.


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