NÖ: 700 Bauern demonstrierten bei Handelsketten

Rund 700 niederösterreichische Bauern demonstrierten heute vor den Firmensitzen von Spar, Rewe und Hofer gegen die Preispolitik der drei großen Handelsketten. Auch in anderen Bundesländern kam es zu Kundgebungen. Organisiert wurden die Demos vom Bauernbund. Bisher hatte dieser Demonstrationen - wie in der Vergangenheit beispielsweise von der IG Milch durchgeführt - immer vehement abgelehnt. Die Worte in der heutigen Aussendung von Bauernbunddirektor Hans Penz klingen fast wie ein Schulterschluss mit der IG Milch.

So erinnern die Aussagen von Penz sowie Bauernbundobmann Hermann Schultes an Passagen aus früheren Presseerklärungen der IG Milch. Österreichs Bauern brauchen einen gerechten Anteil am Milchpreis. Die Produktionskosten müssen gedeckt und es muss ein Arbeitslohn erwirtschaftet werden können, heißt es da. Und weiters: Die Bauern fühlen sich durch das Preisdiktat des Handels erpresst und in ihrer Existenz bedroht. Eine Durchrechnung" der aktuell vorgenommenen Preissenkungen von etwa 6 Cent pro Liter an die Bauern lehnen wir mit aller Entschiedenheit ab, so Penz. Es müsse eine qualitätsorientierte Bezahlung ermöglicht werden, damit heimische Milch und österreichisches Fleisch den Qualitätsvorsprung behaupten und den Konsumenten hochwertige, geschmackvolle und naturbelassene Produkte garantiert werden können.Und die Bauernbund-Spitzenfunktionäre kündigten notfalls sogar noch härtere Maßnahmen an: Sollten die Appelle nichts fruchten und der Handel nicht zu seiner Verantwortung gegenüber den Bauern stehen, seien weitere Kundgebungen bis zu Kampfmaßnahmen denkbar, heißt es abschließend. Ist dies vielleicht der Auftakt für eine künftige Zusammenarbeit zwischen Bauernbund und IG MilchSchließlich geht es hier doch ums gleiche Ziel: Einen fairen Preis für die Milchbauern.

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