Bis zu 1.000 € pro Betrieb

NÖ startet Offensive für Direktvermarkter

Neue Online-Auftritte, Webseiten und Online-Shops fördert das Land Niederösterreich ab sofort mit bis zu 50 Prozent der Kosten oder max. 1.000 €. Diese digitale Vermarktungs-Offensive für die rund 5000 Direktvermarkter im Land präsentierten gestern LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf mit Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Lorenz Mayr und dem Obmann des Landesverbandes für bäuerliche Direktvermarkter Johann Höfinger bei einer Pressekonferenz.

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Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Lorenz Mayr, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und dem Obmann des Landesverbandes für bäuerliche Direktvermarkter Johann Höfinger gemeinsam mit Magdalena Stern und Barbara Gatterer (hinten) (Bildquelle: NLK/Burchhart)

Jeder achte bäuerliche Betrieb in NÖ biete seine Produkte direkt am Hof oder auf einem Bauernmarkt an, so die drei Vertreter. Diesen Trend wollen das Land Niederösterreich und die Landwirtschaftskammer Niederösterreich fördern. „Denn die Corona-Krise zeigt, wie wichtig die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln ist, und dass die Landwirtschaft unverzichtbar und systemrelevant ist“, betonen alle drei.

„Digitale Vermarktungsoffensive“

„Besonders während und seit dem Lock-Down boomen digitale Vertriebswege, Webshops und Bestellservices. Das wollen wir nützen und unsere bäuerlichen Betriebe dabei unterstützen“, erklärt Pernkopf. Gefördert werden neue Online-Auftritte, Webseiten und Online-Shops für „So schmeckt NÖ“, „Gutes vom Bauernhof“ od. „Top-Heuriger“-Betriebe mit bis zu 50 Prozent der Kosten oder max. 1.000 Euro. „Damit nicht nur Amazon & Co. zu den Gewinnern gehören, sondern auch unsere bäuerlichen Betriebe profitieren können“, sagt Pernkopf. Und Mayr betont weiter: „In den letzten Monaten haben die Bäuerinnen und Bauern einmal mehr bewiesen, dass man sich auf sie verlassen kann. Sie haben auf vielen verschiedenen Wegen ihre Produkte weiterhin angeboten und durch Initiativen und viele kreative Ideen im Bereich Direktvermarktung dafür gesorgt, dass die Bevölkerung lückenlos mit frischen Lebensmitteln versorgt wird.“

Für Neueinsteiger in die Direktvermarktung zahle sich ein Beitritt zum Landesverband für bäuerliche Direktvermarkter aus, ist Höfinger überzeugt und sagt: Der Verband bündelt mit seinen 750 Mitgliedern die bäuerlichen Direktvermarktungsbetriebe und ist damit bei allen Richtlinien-, Kontroll- und Marketingfragen der erste Ansprechpartner.“

Zusätzliche "Covid-19-Investitionsprämie"

Zweitere ist die „COVID-19 Investitionsprämie“, die Bundesministerin Elisabeth Köstinger vor kurzem präsentiert hat: Mit 7 Prozent Förderung für Investitionsprojekte wie Ab Hof Läden, und 14 Prozent bei Investitionen in Digitalisierung und Ökologisierung ist sie besonders für Direktvermarkter interessant, heißt es aus der NÖ Landesregierung. Die Prämie gilt zusätzlich zur schon bestehenden Investitionsförderung im Rahmen der Ländlichen Entwicklung. „Dort reden wir in Niederösterreich bisher schon von rund 1.500 Projekten pro Jahr, das sind durchschnittlich rund drei Projekte pro Gemeinde. Alleine durch die neue COVID-Investitionsprämie erwarten wir uns 500 zusätzliche landwirtschaftliche Projekte und 100 Millionen Euro zusätzliche Investitionen in Niederösterreich“, fasst Pernkopf zusammen.


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