NÖM übernimmt Milchgeschäft der Mona

Die NÖM AG hat das Milch- handelsgeschäft der burgen- ländischen Mona-Gruppe übernommen. Die Mona will sich künftig zu 100% auf den wachsenden Sojamarkt konzentrieren. Dies wurde heute von beiden Unternehmen bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt gegeben.

Die Mona-Gruppe verkauft drei Unternehmen an die NÖM AG (li. Mathias Krön, Mona, re. NÖM-Vorstandssprecher Alfred Berger)

Die Mona-Gruppe verkauft drei Unternehmen an die NÖM AG (li. Mathias Krön, Mona, re. NÖM-Vorstandssprecher Alfred Berger) (Bildquelle: )

Konkret wurde vereinbart, dass die NÖM AG, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kartellbehörde, drei operative Unternehmen der Mona-Gruppe -; Südfrisch, Mona Nahrungsmittel VertriebsgmbH und Mona Ungarn - rückwirkend per 01.01.2008 übernehmen wird. Damit stärkt die NÖM, zweitgrößter heimischer Milcherzeuger mit Sitz in Baden, ihre Position am österreichischen und internationalen Milchmarkt.Mit mehr als 65 Mio. € (2007) hat die Mona-Gruppe derzeit den siebtgrößten Milchumsatz der österreichischen Milchanbieter und den Angaben zufolge auch eine starke Position im deutschen und ungarischen Lebensmitteleinzelhandel. Die NÖM AG ist mit 336 Mio. € Umsatz und 50% Exportanteil in 21 Ländern am europäischen Markt vertreten. Das Unternehmen expandiert derzeit mit neuen Standorten in England und in der Ukraine."Unser Ziel ist es, die von Mona übernommenen Milch-Handelsaktivitäten international auszubauen. Mona ist derzeit in sechs europäischen Ländern vertreten. Wir wollen unsere internationalen Vertriebsstrukturen nutzen und das Mona-Milchgeschäft dementsprechend europaweit ausbauen, erklärte NÖM-Vorstandssprecher Alfred Berger.

Mona konzentriert sich auf Sojaprodukte

Die neue Mona-Gruppe - bestehend aus Mona Naturprodukte Gmbh und Molkerei Oberwart Produktions GmbH - konzentriert sich mit diesem Schritt auf den europaweit stark wachsenden Markt für pflanzliche Sojamilchprodukte. Bereits jetzt ist die Mona-Gruppe der einzige österreichische und einer der europaweit führenden Produzenten von Milchalternativen auf Sojabasis mit Kunden in 25 Ländern und mit der Marke Joya" Marktführer in mehreren Ländern in Zentraleuropa."Durch die Konzentration auf den Wachstumsmarkt Soja werden wir unsere starke Position weiter ausbauen und die Expansion der Marke 'Joya' in Zentraleuropa sowie das Soja-Handelsmarkengeschäft europaweit vorantreiben, kündigte Matthias Krön, Miteigentümer und Geschäftsführer der Mona-Gruppe, an.

Markt für Sojaprodukte in Österreich um 28% gewachsen

Mit dem erzielten Kaufpreis soll der Standort Oberwart für die Sojaproduktion weiter ausgebaut werden. Der Markt für diese Produkte ist in Österreich zwischen 2005 und 2007 um 28% gewachsen. Ähnliche Zunahmen zeigen die meisten anderen europäischen Sojamärkte. Die veränderten Ernährungsgewohnheiten und das steigende Gesundheits- und Umweltbewusstsein beschleunigen die Entwicklung von pflanzlichen Alternativprodukten wie Sojamilch, so Krön.

Oberwart wird mittelfristig zum Sojastandort

Die Mona-Gruppe will den Molkereistandort in Oberwart weiter betreiben und mittelfristig in einen Sojastandort umbauen. Bereits jetzt kauft das Unternehmen Sojabohnen für Kunden in ganz Europa zum Großteil in Österreich und plant dies durch Investition und den Vertragsanbau noch weiter auszubauen. Die Verträge der burgenländischen Milchbauern mit dem Molkereistandort Oberwart werden laut Krön bis März 2009 unverändert weitergeführt. Überschussmilch werde von der NÖM in Baden verarbeitet, betont er.

Marke Burgenlandmilch" wird weitergeführt

"Die NÖM wird die Marke 'Burgenlandmilch' und die Nahversorgung des burgenländischen Lebensmittelhandels mit Milchprodukten unter der neuen NÖM-Tochterfirma Südfrisch weiterführen. Die Mitarbeiter der Südfrisch werden von uns übernommen, ergänzte Berger. Die NÖM werde jetzt schon von burgenländischen Milchbauern beliefert.Das Handelsmarken-Milchgeschäft der Mona-Gruppe wird von der NÖM ebenso übernommen wie das Tochterunternehmen Mona Ungarn". Die dort eingeführte Marke Joya" wird auch unter der NÖM weiter vertrieben. Die bisher mit 10% an Mona Ungarn" beteiligte Geschäftsführerin Bernadett Katai behält ihren Anteil und wird das Unternehmen weiterführen. Da wir uns bisher schwerpunktmäßig auf Westeuropa konzentriert haben, freuen wir uns, hiermit auch eine bedeutende Position am ungarischen Milchmarkt zu übernehmen, unterstrich Berger.Die 130 Mitarbeiter starke Mona-Gruppe übergibt mit dem Verkauf ihres Milchgeschäfts ca. 50 Beschäftige an die NÖM. Im Sojageschäft von Mona werden heuer 80 Mitarbeiter einen Umsatz von rund EUR 35 Mio. erwirtschaften. Durch die starke Expansion des Sojamarktes können wir gemäß unserer Planung rasch wieder zu alter Stärke aufschließen, zeigte sich Krön optimistisch. Bis 2010 solle sich der Sojaprodukte-Umsatz mehr als verdoppeln.


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