ÖPUL: Maßnahmen-Korrekturen noch bis 31. Dezember erledigen!

Mit dem Herbstantrag 2016 konnten Landwirte in eine höherwertige ÖPUL-Maßnahme einsteigen. Wer sich das nun doch anders überlegt hat und wieder zurückwechseln will, hat dafür nur mehr bis 31. Dezember 2016 Zeit – ohne Sanktionen zu befürchten. Denn der Verpflichtungsbeginn der höherwertigen Maßnahme ist 1. Jänner 2017.

Wer sich im Herbstantrag 2016 für eine höherwertige ÖPUL-Maßnahme entschieden hat und dies nun doch wieder zurückziehen will, kann das nur noch bis 31. Dezember 2016 sanktionsfrei tun. (Foto: Archiv) (Bildquelle: )

Mit dem Herbstantrag 2016 bestand die Möglichkeit, sowohl neue ein- und mehrjährige Maßnahmen als auch bestimmte höherwertige" Maßnahmen zu beantragen, um in diese ab 1. Jänner 2017 umzusteigen. Von dieser Möglichkeit haben zahlreiche Betriebe Gebrauch gemacht. Ein fristgerecht mit Herbstantrag 2016 beantragter Umstieg von einer bestehenden Vorgängermaßnahme auf eine höherwertige Maßnahme ist ab dem Antragsjahr 2017 beispielsweise dann gegeben, wenn am Betrieb bereits gültig an der Vorgängermaßnahme Umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung" teilgenommen wird und der betroffene Betrieb mit Herbstantrag 2016 die höherwertige Maßnahme Biologische Wirtschaftsweise" beantragt hat. Der Verpflichtungsbeginn der höherwertigen Maßnahme ist der 1. Jänner 2017.

Das Zeitfenster, höherwertige Maßnahmen doch noch abzumelden, ist sehr kurz. Der geplante Umstieg in die höherwertige Maßnahme kann nur bis spätestens 31. Dezember 2016 ohne Rückzahlungsverpflichtung wieder rückgängig gemacht werden. Nur in diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass die bestehende Vorgängermaßnahme (z.B. Umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung") aufrecht bleibt.

Wird die höherwertige Maßnahme erst nach Verpflichtungsbeginn (1. Jänner 2017) storniert, endet nicht nur die Verpflichtung der höherwertigen Maßnahme, sondern auch jene der Vorgängermaßnahme, sodass ab dem Antragsjahr 2017 ebenso an der Vorgängermaßnahme nicht mehr prämienfähig teilgenommen werden kann. Das hat zur Folge, dass ab dem Antragsjahr 2017 auch diejenigen Maßnahmen, die mit der Maßnahme Umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung" oder Biologische Wirtschaftsweise" eine Kombinationsverpflichtung haben, nicht ausbezahlt werden können. Darüber hinaus müssen die für das Antragsjahr 2015 und für das Antragsjahr 2016 für die Vorgängermaßnahme erhaltenen Prämien zurückgezahlt werden, da der Verpflichtungszeitraum durch diese Vorgangsweise abgebrochen wurde, teilt die AMA mit. (aiz)

Artikel geschrieben von

Weninger Lukas

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Kommentar: Selbstverursachtes Bio-Chaos

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