OÖ: Gewerbebetriebe sollen verstärkt mit Bioenergie heizen

"Heizen mit Holz ist eine der günstigsten Wärmequellen. Das wollen wir künftig auch gegenüber Gewerbebetrieben verstärkt vermitteln und diese damit zum Heizen mit Holz anregen", formuliert LK-Präsident Hannes Herndl eines der wichtigsten Ziele der LK OÖ im Hinblick auf die Bioenergie-Nutzung. "Bereits ab einer Gebäudeheizlast von 20 Kilowatt (kW) ist Heizen mit Holz wirtschaftlich interessant", so Ing. Günter Danninger, Geschäftsführer des Biomasseverbandes OÖ.

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Entweder investiert der Gewerbebetrieb selbst in die Holzheizung oder ein Investor übernimmt das Ganze und liefert Wärme zu langfristig vereinbarten Konditionen. Ein Musterbeispiel ist die Holzfeuerungsanlage Gurten im Bezirk Ried für die Firma Fill -; Maschinen und Anlagenbau. Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co KG bestehend aus acht Landwirten versorgt die Firma Fill mit knapp 24.000 Quadratmetern Fläche und das benachbarte Feuerwehrzeughaus mit Wärme. Mit einem 980 kW Biomassekessel werden die beiden Abnehmer über eine 250 Meter lange Fernwärmeleitung versorgt. Mit der neuen Holzfeuerungsanlage wird die Ölfeuerungsanlage und damit 150.000 Liter Heizöl ersetzt, erklärt der Geschäftsführer der Firma Fill, Andreas Fill, wir leisten somit auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Wertschöpfung. Zusätzlich haben wir langfristige Versorgungssicherheit und Preisstabilität in der Wärmeversorgung gewonnen". Um den Betrieb der Anlage kümmern sich ausschließlich die Landwirte. Andreas Fill ist überzeugt, die richtigen Schritte in der Wärmeversorgung gesetzt zu haben, denn: Mit gutem Gewissen zu heizen, sorgt für eine wesentlich angenehmere Wärme."

Bioenergie wächst beständig

Der Geschäftsführer des Biomasseverbandes OÖ, Ing. Günter Danninger, zeigt die erfreuliche Entwicklung im Bioenergiesektor in Oberösterreich auf: In fast 300 von 444 Gemeinden liefern bäuerliche Biomassenahwärmeprojekte Raumwärme und Warmwasser für über 6.000 Abnehmer. Insgesamt wird in Oberösterreich fast ein Viertel der Wohnfläche durch Biomasse beheizt. Die Nutzung von Biomasse schafft neben dem Einkommen in der Land- und Forstwirtschaft vor allem Arbeitsplätze in Industrie und Gewerbe." Der Biomasseverband OÖ bietet unter anderem folgende Leistungen an: Die technische Planung von Heizwerken Qualitätsmanagement für Biomasseheizwerke Projektstudien für die Strom- und Wärmeerzeugung Die Landwirtschaftskammer OÖ unterstützt in rechtlichen Fragen und bei der langfristigen Aufbringung und Organisation des Brennstoffes Holz. In Zusammenarbeit mit dem Land OÖ, den Förderstellen und dem Energiesparverband OÖ wird für jedes Biomasseprojekt vor Ort die beste Lösung gesucht, versichert Danninger. Vom Erstgespräch über die Planung, Qualitätsmanagement für Heizwerke bis hin zur Umsetzung ist der Biomasseverband kompetenter Ansprechpartner. Gewissenhafte Projektbetreuung, verantwortungsbewusste Wirtschaftlichkeitsberechnung und kluge Planung der Heizanlage sind der Garant für zufriedene Wärmeabnehmer und Betreiber. Der Biomasseverband OÖ hat das Ziel, ökologisch und ökonomisch sinnvolle Projekte zu begleiten, so Danninger. Informationen gibt es bei Geschäftsführer Ing. Günter Danninger (Tel.: 050-6902-1236 oder E-Mail ref-energie@lk-ooe.at ). Internet: www.biomasseverband-ooe.at


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