Nutztierstatistik

Weniger Rinder, mehr Schweine

2020 gab es weniger Rinder und mehr Schweine auf Österreichs Höfen. Zudem wurde ein merklicher Rückgang bei den Schlachtungen verzeichnet. Dies geht aus den aktuell veröffentlichten Zahlen der Bundesanstalt Statistik Austria hervor.

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Auf den derzeit gut 55.000 (-2,4%) österreichischen Rinderbauernhöfen stehen im Schnitt 34 Stück Rinder. (Bildquelle: pixabay.com)

Allfährlich ist der 1. Dezember wichtiger Stichtag für die Tierzählung. Rund 1,86 Mio. Rinder wurden laut Statistik Austria am 1. Dezember 2020 österreichweit gehalten. Das waren um 1,3% beziehungsweise 24.100 Tiere weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der Rinder haltenden Betriebe verringerte sich im Jahresabstand um 2,4% auf 55.019. Die durchschnittliche Bestandsdichte erhöhte sich auf 34 Rinder je Betrieb.

Schweinebestand ist gewachsen

Mit einem Plus von 1,2% erhöhte sich der Schweinebestand auf 2,81 Mio. Tiere. Bestandszunahmen im Vergleich zum Vorjahr wurden sowohl bei Ferkeln und Jungschweinen (+2,3% auf 1,40 Mio.) als auch bei Mastschweinen (+0,5% auf 1,17 Mio. Tiere) verzeichnet. Die Anzahl der Zuchtschweine (-1,5% auf 231.000 Stück) ging hingegen leicht zurück.

Der Anteil der in der Schweinehaltung maßgeblichen Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark nahm mit 93,6% des Gesamtbestands geringfügig zu (2019: 93,5%).

Weniger Schafe und mehr Ziegen

Die Anzahl der Schafe sank im selben Zeitraum um 2,2% auf 394.000 Stück, während der Ziegenbestand um 0,3% auf 92.800 Tiere leicht zunahm.

Bei den Schafen ergab die Zählung Rückgänge gegenüber Dezember 2019 sowohl bei den Mutterschafen und gedeckten Lämmern (-2,3% auf 235.000 Tiere) als auch bei anderen Schafen (-2,0% auf 158.000). Die Zahl der Ziegen, die bereits gezickelt haben, sowie der gedeckten Ziegen (-0,7% auf 59.700) nahm leicht ab, während der Bestand an anderen Ziegen (+2,0% auf 33.000 Tiere) zulegte.

Deutlicher Rückgang der Schlachtungen

Die Schlachtungen von Schweinen, Rindern, Ziegen und Pferden waren gegenüber dem Vorjahr teils deutlich verringert, bei Schafen und Kälbern nahmen sie hingegen zu.

Schweineschlachtungen wurden im Berichtszeitraum um 0,1% auf 5,1 Mio. reduziert, die Schlachtungen von Rindern verringerten sich um 5,6% auf 590.000 Tiere. Rückgänge gab es auch bei den untersuchten Schlachtungen von Ziegen (-13,8% auf 11.500) sowie Pferden und anderen Einhufern (-24,5% auf 426). Die Zahl der geschlachteten Schafe (+5,1% auf 182.000) und Kälber (+2,2% auf 56.300) nahm hingegen zu.


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