Tierhaltungssysteme

Projekt „Berg-Milchvieh“ gestartet

In einem neuen EU-geförderten Projekt werden die baulichen Lösungen von Milchviehbetrieben in extremen Berglagen Österreichs untersucht. Der Startschuss dazu fand in Tirol statt.

Im Projekt werden Baumaßnahmen, Kosten, Tierwohl- und Emissionsrisiko-Potenziale dokumentiert bzw. Nachhaltigkeitskriterien evaluiert. (Bildquelle: agrarfoto.com)

"Tirol war beim Thema Tierwohl immer ein Vorreiter, deshalb freut es mich besonders, dass wir dieses Projekt hier offiziell starten können. Dadurch können wir künftig wissenschaftlich fundiert über Verbesserungsmöglichkeiten diskutieren und ich erhoffe mir, dass die Debatte dadurch ihre Einseitigkeit hinsichtlich Laufstall-Kombinationshaltung verliert", erklärte LK Tirol-Präsident Josef Hechenberger.

Beim "Berg-Milchvieh"-Projekt besonders hervorzuheben sei das gemeinsame Engagement aller Beteiligten, Lösungen für bestehende Probleme im Tierhaltungssystem-Bereich zu finden, betonte der bei der Auftaktveranstaltung ebenfalls anwesende LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger.

Projekt über drei Jahre

Das Projekt startete offiziell am 1. Juni 2019 und wird bis 31. Mai 2022 dauern und ist ein Projekt im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP-AGRI).

Das oberste Ziel des Projektes ist die detaillierte Dokumentation und Evaluierung innovativer baulicher Lösungen von Milchviehbetrieben in extremen Berglagen in Österreich. Dabei werden Baumaßnahmen, Kosten, Tierwohl- und Emissionsrisiko-Potenziale dokumentiert bzw. Nachhaltigkeitskriterien evaluiert.

Es sollen auch bauliche Alternativen zur klassischen Laufstallhaltung erarbeitet und beurteilt werden, da im Berggebiet betriebsindividuelle Ansätze notwendig sind. Zudem werden aber auch mögliche alternative Betriebsentwicklungsstrategien (Aufgabe der Milchviehhaltung und Aufbau zusätzlicher/anderer Betriebszweige) beschrieben und diese Infos an die Landwirte weitergegeben werden.

Viele Partner mit an Bord

Als Projekt-Hauptpartner fungiert die LK Österreikch, die auch die Projketleiterin stellt. Neben Landwirten aus mehreren Bundesländenr arbeiten auch die Landes-Landwirtschaftskammern, Bio AUstria, ÖKL und zwei Molkereien (OM, Tirol Milch) mit.

Zudem sind sind die HBLFA Raumberg-Gumpenstein und die BOKU Als strategische Partner und Dienstleiter mit dabei.

Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

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