Nationale GAP-Umsetzung

„Regierungsparteien lassen Mutterkuhhalter weiter im Stich!“

2019 hat der freiheitliche Agrarsprecher Peter Schmiedlechner eine Petition zur Wiedereinführung der Mutterkuhprämie gestartet. Im Zuge der dieswöchigen Debatte im Nationarat brachte er auch einen entsprechenden Antrag auf Umsetzung ein. Alle Oppositionsparteien stimmten dafür, ÖVP und Grüne waren dagegen.

Abg.z.NR und Landwirt Peter Schmiedlechner bei der Präsentation seiner Petition zur Wiedereinführung der Mutterkuhprämie. (Bildquelle: Werkbild)

„Die Mutterkuhhaltung ist die natürlichste Haltungsform, denn die Kälber können bei ihren Müttern bleiben, werden von den Mutterkühen gesäugt und später kommen sie meistens auf eine Alm beziehungsweise können auf einer Wiese grasen“, erklärte Schmiedlechner gestern bei der Nationalratsdebatte und brachte dabei auch einen Antrag für die Wiedereinführung der Mutterkuhprämie ein. Er begründete diesen nicht nur mit der natürlichen Haltung, sondern auch mit der wirtschaftlichen Notwendigkeit.

Grüner Bericht: Mutterkuhhalter sind die großen Verlierer

„Immerhin ist die Situation der Mutterkuhhalter seit Jahren verheerend. Laut ‚Grünem Bericht‘ erwirtschafteten im Jahr 2019 die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe im Durchschnitt nicht einmal 28.000 € im Jahr. Bei den Mutterkuhbetrieben war es noch einmal um 67% weniger – nur 9.225 € pro Betrieb. Zu wenig, um überleben zu können“, so Schmiedlechner.

Vor allem die ÖVP ignoriere die Pro-Argumente

Der freiheitliche Agrarsprecher zeigte sich mit der Landwirtschaftspolitik der ÖVP sehr unzufrieden, denn wie so oft gibt es von der ÖVP nur Lippenbekenntnisse und unverbindliche Ankündigungen. „Wir haben zum Thema Mutterkuhprämie eine Petition eingebracht und die vielen Stellungnahmen dazu gaben uns recht. Nicht nur, dass es in anderen Ländern auch eine Prämie gibt, auch aus der Sicht des Tierwohls und der Landschaftspflege wäre die Unterstützung der Mutterkuhbetriebe sinnvoll. Es handelt sich meistens um kleine Familienbetriebe in Berggebieten, die die vom Tourismus so beliebte und geschätzte Kulturlandschaft gestalten“, zeigte sich der praktizierende Biolandwirt schwer enttäuscht.

„Alle diese Argumente werden aber von der ÖVP ignoriert und die 18 ÖVP-Bauernbundabgeordneten im Nationalrat können sich offensichtlich nicht durchsetzen und lassen die Mutterkuhhalter weiter im Stich“, betonte Schmiedlechner.


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