Rekordschnee: Maschinenring benötigt dringend Helfer

Von Vorarlberg bis Niederösterreich schaufeln, fräsen und räumen Tausende Maschinenring (MR)-Winterdienstleister seit Tagen den Schnee von Straßen, Parkplätzen, Gebäuden. Dabei ist die Solidarität groß: Kärntner und Osttiroler Trupps helfen den Nachbarn aus. Weitere Helfer werden aber dringend benötigt.

7000 Maschinenring-Mitarbeiter sind derzeit im Dauereinsatz, um den Schnee von Straßen und Gebäuden zu befreien. (Bildquelle: Maschinenring )

Seit 9. Jänner unterstützen 18 Mitarbeiter des MR Kärnten ihre Salzburger Kollegen im Pongau und Tennengau. Dachabschaufler aus den Ringen Spittal, Nockberge, Villach-Hermagor und Klagenfurt sind seitdem im Einsatz. Zusätzliche Kräfte werden derzeit vom Landeskoordinator Christian Lippe mit den Verantwortlichen in den einzelnen Maschinenringen aufgestellt. Lippe: Ab 14. Jänner nimmt dann die doppelte Mannschaft, etwa aus Feldkirchen, den weiteren Kampf mit den Schneemassen auf." Der MR Salzburg schaufelt mit rund 200 Personen Dächer ab, insgesamt sind 600 Personen im Dauereinsatz.

Osttiroler Mitarbeiter helfen in Kitzbühel aus. Hier sollen nach einer Verschnaufpause am Freitag und Samstag laut ZAMG-Daten weitere 45 cm Schnee am Sonntag und Montag fallen. In Tirol halten insgesamt über 500 MR-Dienstleister, großteils Landwirte aus der unmittelbaren Region, Straßen, Gehwege, Bahnsteige sowie Parkplätze frei und gewährleisten so ein möglichst sicheres Vorankommen.

Maschinenring schaufelt Zuggleise frei

In Vorarlberg waren einige Gemeinden nicht erreichbar, mittlerweile ist etwa die Fahrt nach und aus Lech wieder möglich. Die ÖBB-Züge fuhren durchgehend, der MR schaufelte die Gleise frei. Auch hier werden Dächer befreit und der Schnee abtransportiert. Laut ZAMG kommt am Wochenende die nächste Schneeladung. Das gilt beispielweise auch für die Alpen-Ausläufer in der Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich.

In Oberösterreich sind die Maschinenringe Vöcklabruck, Gmunden und Kremstal-Windischgarsten seit Tagen damit beschäftigt, Dächer abzuschaufeln, Straßen zu räumen und Wege durch den hüfthohen Schnee zu fräsen.

Wer in den betroffenen Gebieten selbst helfen möchte, kann sich bei seinem MR im Bundesland melden. Alle Kontaktdaten unter www.maschinenring.at

Platz für Neuschnee schaffen

Die derzeitigen Neuschneemengen kommen laut ZAMG vielerorts nur alle 30 bis 100 Jahre vor. Das stellt den MR vor gewaltige Herausforderungen wie den Abtransport des zusammengeschobenen Schnees: Die großen Mengen führen auf Straßen und Wegen zu beengten Situationen, an Kreuzungen und bei Ausfahrten verschlechtern sie die Sicht. Daher bringen die Winterdienstleister den Schnee schnellstmöglich zu geeigneten Plätzen - auch, um für den weiter angesagten Neuschnee Raum zu schaffen.

Der Maschinenring appelliert an alle Autofahrer, Straßen und Wege nicht zu verstellen, damit die Räumfahrzeuge durchkommen.

Über 7.000 Winterdienstleister

Der MR arbeitet mit lokalen Landwirten und Personal aus dem ländlichen Raum. Diese über 7.000 Männer und Frauen kennen die Gegebenheiten vor Ort und übernehmen alle Aufgaben: den Räumdienst für Straßen, Gehsteige und Parkflächen, Streudienste oder auch Spezialleistungen wie Tauwetterkontrolle, Dachräumungen bzw. Schneefräsarbeiten. Jedes Jahr betreuen die MR-Winterdienstleister über 17.000 Kunden, darunter mehr als 1.100 Gemeinden.

Über 80 Geschäftsstellen in ganz Österreich koordinieren und organisieren den Winterdienst 24 Stunden am Tag. Mehrmals täglich werden Witterungs- und Wettersituation analysiert und direkt an die Dienstleister weitergeleitet. Durch diese rasche Vorinformation sind die regionalen Wetterverhältnisse absehbar und die Winterdienstleister können schnell reagieren.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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