Rupprechter ortet massive Einschnitte bei der GAP

"Hier werden massive Einschnitte für unsere Bäuerinnen und Bauern und die Regionen diskutiert. Ich lehne das entschieden ab." Das sagt Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter zum heute veröffentlichten Reflexionspapier der EU zur Zukunft der europäischen Finanzen.

Rupprechter

Rupprechter befürchtet starke Einschnitte bei der Finanzierung der GAP nach 2020. (Bildquelle: Alexander Haiden )

In fünf Szenarien wird die künftige Finanzierung der unterschiedlichen Politikbereiche der Union nach 2020 beschrieben und zur Diskussion gestellt. Vor allem in der Gemeinsamen Agrarpolitik drohen Mittelkürzungen für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum. „Für mich besteht nun kein Zweifel mehr daran, in welche Richtung sich das EU-Agrarbudget derzeit bewegt. Hier werden massive Einschnitte für unsere Bäuerinnen und Bauern und die Regionen diskutiert. Ich lehne das entschieden ab. Eine solide finanzielle Basis ist für unsere Familienbetriebe und die Lebensmittelversorgung unserer Bevölkerung unabdingbar“, erklärt Bundesminister Andrä Rupprechter.

Finanzlücke soll auf dem Rücken der Bauern geschlossen werden

Die Kommission betont in ihrem Papier die Bedeutung der gemeinsamen Agrarpolitik und erkennt die vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft an. „Umso überraschender ist, dass die Kommission hier auf dem Rücken der Bauern und Konsumenten eine Finanzlücke schließen will. Hinzu kommt, dass eines offensichtlich vergessen wurde: Kürzungen für die Bauern haben Auswirkungen auf alle Menschen“, so Rupprechter. Unsere bäuerlichen und nachhaltigen Familienbetriebe sorgen für sichere, qualitativ hochwertige, gesunde Lebensmittel, für lebenswerte Berg- und Kulturlandschaften, eine intakte Umwelt sowie für eine nachhaltige Rohstoff- und Energieproduktion. 

„Ich werde in dieser Frage meine gesamte politische Erfahrung einbringen, Allianzen schmieden und um jeden Cent in Brüssel kämpfen. Hier geht es um das Weiterbestehen unserer kleinstrukturierten österreichischen Landwirtschaft, der hochqualitativen Lebensmittelversorgung und des ländlichen Raums. Der bäuerliche Familienbetrieb ist die stabilste und krisenfesteste Form der Landwirtschaft und nicht die Agrarindustrie“, betont Rupprechter.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen