Jahresergebnis 2021

RWA steigert Gewinn vor Steuern auf 28,5 Mio. €

In einem "turbulenten Jahr" 2021 mit Lockdowns und anderen Unwägbarkeiten hat es die RWA geschafft, die Planziele deutlich zu übertreffen. Gleichzeitig "ist es uns gelungen, die Versorgung sicherzustellen. Das gilt u.a. für Getreide und Ölsaaten. Das ist von uns allen, inkl. der Landwirtschaft sichergestellt worden", erklärte gestern der Generaldirektor der Raiffeisen Ware, Reinhard Wolf, bei einer Pressekonferenz. Den Landwirten in der "Poolvermarktung" verspricht Wolf eine sehr lukrative Nachzahlung.

Gemeinsam mit dem für die LTC-Sparte verantwortlichen Vorstandsdirektor Christoph Metzker präsentierte Wolf gestern die Bilanzergebnisse der RWA im letzten Jahr. Alle fünf Geschäftsfelder – Agrar, Technik, Haus und Garten, Baustoffe sowie Energie – entwickelten sich positiv. Der Gewinn vor Steuern legte um 27,4 % auf 28,5 Mio. € zu. Wolf: "Dies ist einer der besten der Unternehmensgeschichte".

Sektor Agrar mit 20 % Umsatzanstieg

Die Agrarsparte etwa legte um knapp ein Fünftel (+19,8 %) auf 1,7 Mrd. Euro zu, trotz der schwierigen Bedingungen wie Covid oder etwa des Staus von Containerschiffen im Suezkanal, erklärte der Generaldirektor weiter. Der Anstieg habe sich durch wesentliche Preisentwicklungen und deutliche Wachstumsschritte in allen Agrarsegmenten ergeben. Bei Getreide habe sich das Angebot durch geringe Erntemengen und einen höheren Bedarf "verengt", wie Wolf erklärte.

Dies führte bereits im Herbst zu deutlich höheren Preisen für Weizen und Mais. "Die Preisschwankungen nahmen teilweise historische Maße an", meinte Wolf. An der Börse MATIF ist der Weizenpreis von etwa 215 €/t im August 2021 bis auf 270 € im Dezember 2021 gestiegen. Im heurigen Jahr setzte sich der Aufwärtstrend unvermindert fort. Aktuell wird Weizen an der Börse mit über 410 € gehandelt. (Kursentwicklung finden Sie hier).

"Ich sehe einen schönen Dreier"

Den Teilnehmern an der RWA-Poolvermarktung von Premiumweizen & Co stellte Wolf eine attraktive Nachzahlung in Aussicht. Bei dem Poolmodell können Landwirte Teile oder die gesamte Anlieferung aus der Getreide-Ernte zur Abwicklung über den Pool anmelden („Mengenmeldung“). Damit lassen Sie dann den Verkauf Ihrer Ernte über professionelle Getreidehändler abwickeln. Die Nachzahlung stehe laut Wolf in zwei bis drei Wochen fest. "Für die beste Weizenqualität sehe ich auf jeden Fall einen schönen Dreier", meinte Wolf.

Bei Saatgut habe die Versorgungsfrage 2021 laut Wolf hervorragend funktioniert. Festzustellen sei heuer eine Veränderung beim Kulturartenspektrum. Bei Mais sei erstmals kein Wachstum feststellbar gewesen. Dagegen habe Soja heuer nochmals um 10.000 ha zugelegt, sodass die Anbaufläche heuer bei 85.000 ha liegen dürfte. Zur Zeit verfüge man über ausreichend Saatgut. Allerdings erklärte Wolf, dass "uns beim Mais Vermehrungsflächen fehlen. Wenn es nicht gelingt, europaweit zusätzliche Flächen zu mobilisieren, sehe ich für 2024 Schwierigkeiten."

Technik mit absolutem Rekordjahr

Der Landmaschinenabsatz der RWA habe sich 2021 laut Christoph Metzker sehr erfreulich entwickelt. Nicht zuletzt durch die staatliche Investitionsprämie in Folge der Corona-Krise "hat sich 2021 zu einem absoluten Rekordjahr entwickelt“, berichtete Metzker.

Metzker

Über ein absolutes Rekordjahr bei der Technik konnte Christoph Metzker berichten. (Bildquelle: Altmann)

Der Umsatz mit Traktoren, Mähdreschern etc. wuchs um 36,4 % bzw. 326,4 Mio. €. John Deere, exklusiv vertrieben durch das Lagerhaus Technik Center verzeichnete einen Anstieg des Marktanteils auf 12,6 %, im wachsenden Traktorensegment über 150 PS sogar „auf deutlich mehr als 20 Prozent“, so Metzker.

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