Scheiber warnt vor Bankrott-Erklärung der Energiepolitik

Den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 mit 26 % zu begrenzen, fordern Industriellenvereinigung und Wirtschafts-kammer. Dies würde einer Bankrott-Erklärung der österreichischen Klima-schutz- und Energiepolitik gleichkommen, erklärte der Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes, Ernst Scheiber, in einer Aussendung. 

Gegen Forderungen, den Anteil Erneuerbarer Energien bis 2020 auf 26 % zu begrenzen, setzt sich der Biomasseverband jetzt zur Wehr. (Bildquelle: )

Schon jetzt liefert die erneuerbare Energie einen Beitrag von 23 % am gesamten Energieaufkommen. Die angepeilten 26 % würden daher mehr oder minder einen Stillstand in der Umwelt- und Klimapolitik verursachen.Die österreichische Regierung hat in ihrem Regierungsprogramm die Erreichung eines 45 %-Ziels für erneuerbare Energien bis 2020 festgeschrieben. Schon die mittlerweile vorgegebenen 34 % stellen einen desaströsen Rückschritt dar. Verantwortlich dafür sind Wirtschaftsministerium und Teile der Wirtschaft. Effizient und erneuerbar, unter dieser Devise muss die Klimaschutz- und Energiepolitik in Österreich stehen, betonte Scheiber.Um die EU-Zielsetzungen zu erreichen, müsste der Beitrag der erneuerbaren Energien von derzeit 305 PJ auf 500 PJ steigen. Natürlich müsste der Einsatz der fossilen Energieträger drastisch zurückgeschraubt werden.

34%-Ziel mit Erneuerbaren wie Biomasse und Solarenergie machbar

Österreich kann das 34 %-Ziel locker schaffen, so durch Energiesparprogramme und durch den gezielten Ausbau erneuerbarer Energien wie Biomasse sowie Solarenergie. Die entscheidenden Positionen sind dabei Solarthermie, Windkraft, Kleinwasserkraft, die Geothermie sowie die Großwasserkraft. Allein die feste, die flüssige und gasförmige Biomasse kann bis 2020 weitere 120 PJ an Energieaufkommen bringen."Die Wirtschafts- und Energiepolitiker müssen umdenken. Ihr Allheilmittel kann nicht darin liegen, kurzfristig Millionen für den Ausbau erneuerbarer Energie zu sparen und dafür mittel- bis langfristig Milliarden für das bisherige Nichtstun und den künftigen Ankauf von CO2-Zertifikaten zu verplempern. Sowohl Leitl wie Sorger verdrängen die wirtschaftlichen Chancen der Umwelttechnologien am Heimmarkt und im Export. Dass der Umstieg auf erneuerbare Energie dynamisch erfolgen muss, ist eine unleugbare Tatsache," schloss Scheiber.

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