Regierungsprogramm 2020-2024

Schmiedlechner: GAP-Gelder sollen nur in die Landwirtschaft fließen

Nach dem UBV und den SPÖ-Bauern meldet sich nun auch die FPÖ zur geplanten Zweckbindung von 40% der GAP-Mittel für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zu Wort. Laut FPÖ-Agrarsprecher Peter Schmiedlechner müsse sichergestellt werden, dass weiterhin die kleinstrukturierte bäuerliche Landwirtschaften gefördert wird.

FPÖ-Agrarsprecher

Peter Schmiedlechner bei der Präsentation seiner Petition zur Wiedereinführung der Mutterkuhprämie. (Bildquelle: Werkbild/zVg)

„Gelder für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) sollen in die Landwirtschaft fließen, aber im schwarz-grünen Regierungsprogramm ist eine zusätzliche Auflage für die GAP-Mittel festgeschrieben – nämlich ein ‚verpflichtender Umwelt- und Klimabeitrag von 40 Prozent der GAP-Mittel‘. Eine derartige Umverteilung von Agrargeldern zu Umweltorganisationen und anderen NGOs ist aber abzulehnen“, fordert FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner.

„Eine Umschichtung der landwirtschaftlichen Ausgleichszahlungen weg von den bäuerlichen Betrieben zu dubiosen selbsternannten Umweltorganisationen oder für diverse Umweltprojekte ist inakzeptabel. Besonders die kleinen Betriebe müssen gestützt werden, sonst droht ihnen rasch ein jähes Ende. Weitere neue Regeln und Auflagen sind für die kleineren Familienbetriebe verheerend“, betont der FPÖ-Agrarsprecher in einer Aussendung.

Für Schmiedlechner müsse sichergestellt werden, dass die EU weiterhin kleinstrukturierte bäuerliche Landwirtschaften fördert, anstatt große Agrar- und Tierfabriken. Nur so könne die gepflegte Kulturlandschaft erhalten und einwandfreie regionale Produkte für die Konsumenten gesichert werden.

Gerechtere Erzeugerpreise und Arbeitsplatzbindung bei den Förderungen

Zur Sicherung der heimischen Lebensmittelproduktion schlägt die FPÖ den Lösungsansatz „weg vom Gießkannen-Fördersystem hin zu gerechten Erzeugerpreisen, von denen die Betriebe überleben können“, vor. Dafür brauche es aber einen Systemwechsel. Dieser werde zwar nicht von heute auf morgen möglich sein, jedoch sei dieser unumgänglich, heißt es in einer weiteren Aussendung.

„Nur wenn der Bauer einen gerechten Preis für seine Produkte erhält, wird es ihn auch in Zukunft weitergeben. Wir alle wissen wie es geht: der gerechte Preis kann nur durch die Verteilungsgerechtigkeit zwischen den Produzenten - das heißt den Bauern - und dem Handel erreicht werden, auch wenn es derzeit ohne Förderungen nicht funktionieren wird“, so Schmiedlechner weiters.

Zudem müsse die kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft erhalten bleiben und sich dies auch bei den Förderungen widerspiegeln. Dazu bringt der FPÖ-Agrarsprecher eine stärkere Bindung an den Arbeitsplatz Bauernhof ins Spiel. „Unsere Lösung wäre ein Sockelbetrag pro Arbeitskraft mit einem weiteren degressiven Verlauf der jeweiligen Förderung.“


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