Schwarzmann: "Brauchen mehr Bäuerinnen in Führungspositionen!"

"Frauen sind in den Gremien unterrepräsentiert, obwohl sich derzeit bereits 36% der landwirtschaftlichen Betriebe in weiblichen Führungshänden befinden. In den kommunalen und agrarischen Gremien sind Frauen am Land aber immer noch zu wenig vertreten. Deshalb fordern wir die Erhöhung der direkten Beteiligung von Frauen am Land." Das erklärte Andrea Schwarzmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen, anlässlich des morgigen Frauentages.

Mehr Mitsprache für Bäuerinnen in den Gremien fordert Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann. Foto: zVg (Bildquelle: )

"Ziel muss es sein, möglichst viele Türen in alle Gremien im Bereich der Agrarwirtschaft und des ländlichen Raumes für Frauen zu öffnen, so die Bundesbäuerin weiter. Dies würde sich auf das Miteinander und die Kommunikation nach innen und außen positiv auswirken. Schwarzmann: Umso wichtiger ist es daher, dass die Politik das Engagement der Frauen am Land künftig noch mehr fördert und unterstützt. Eine erfolgreiche Regionalentwicklung ist auf die Sichtweise aller im ländlichen Raum lebenden Menschen angewiesen."

"Ein intakter ländlicher Raum lebt vom Engagement der Frauen. Sie prägen und gestalten dort die neue Vielfalt. Es ist daher auch aus wirtschaftlichen Gründen notwendig, auf deren Einsatz und Ideenreichtum zu setzen. In allen Bereichen und Gremien kann gerade das innovative und kreative weibliche Potenzial die Abwanderung junger Frauen in städtische Regionen langfristig gesehen eindämmen, unterstreicht die Bundesbäuerin.

Schwarzmann: Bäuerinnen habt Mut, redet und entscheidet mit

"Bäuerinnen redet und entscheidet mit, appelliert Schwarzmann an ihre Berufskolleginnen in den landwirtschaftlichen Betrieben. Unterschiedliche Sichtweisen von Frauen und Männern bringen innovative und kreative Prozesse in Gang, die die Lebensqualität in ländlichen Räumen verbessern. Die notwendige Basis dafür ist allerdings der gleiche Zugang zu Entscheidungsstrukturen und -gremien für beide Geschlechter, so die Bundesbäuerin.

Lehrgang bietet Frauen Handwerkszeug für Arbeit als Interessenvertreterin

Handwerkszeug für die tägliche Arbeit als bäuerliche Vertreterin bietet der Zertifikatslehrgang Professionelle Vertretungsarbeit im ländlichen Raum". Dieser Lehrgang des Ländlichen Fortbildungsinstitutes und der ARGE Österreichische Bäuerinnen wird in allen Bundesländern angeboten. Persönlichkeitsbildung, Agrarwirtschaft und -politik, Führungskompetenzen, Kennenlernen der agrar- und interessenpolitischen Landschaft in Österreich und Öffentlichkeitsarbeit bieten den Bäuerinnen das nötige Rüstzeug für gute Vertretungsarbeit.

"Um anfängliche Bedenken in Freude und Befriedigung am Mitgestalten zu wandeln, werden die Wissens- und Informationslücken in dem speziell für angehende Funktionärinnen konzipierten Zertifikatslehrgang vermittelt. Und er trägt auch schon Früchte, denn wir haben bereits 130 Absolventinnen, die in den verschiedensten Gremien des ländlichen Raumes bis hin zum Landtag vertreten sind, ermutigt die Bundesbäuerin alle Frauen in der Landwirtschaft, aktiv zu werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen wurde 1972 gegründet und vertritt als größte heimische Organisation ihrer Art die Interessen von rund 130.000 Bäuerinnen. Die Koordinierung der in allen Bundesländern vertretenen ARGE erfolgt in der Landwirtschaftskammer Österreich.

Artikel geschrieben von

Torsten Altmann

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