Staatspreis für Waldwirtschaft: Das sind die neun Sieger!

Neun Preisträgerinnen und Preisträger erhielten kürzlich für ihre innovativen und nachhaltigen Projekte im Forst den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft.

Staatspreis

In Salzburg überreichten Ministerin Köstinger und LK-Präsident Moosbrugger die Staatspreise an die 9 Preisträgerinnen und Preisträger für ihre innovativen und nachhaltigen Projekte in der Waldwirtschaft. (Bildquelle: BMNT/Wildbild )

Der Preis steht für das Aufzeigen der vielfältigen Möglichkeiten, aus dem Wald gleichzeitig naturverträglichen und wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen und das Selbstverständnis der Waldbäuerinnen und -bauern zu stärken. Außerdem soll er den Stellenwert der bäuerlichen Forstwirtschaft erhöhen, damit das Ökosystem Wald auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt.

Die Liste der diesjährigen Preisträger reicht vom Motto Wald als Energiemühle für den Körper" über Kooperationen zwischen Forstwirtschaft und Tourismus bis zu vorbildlichen Schutzwald-Initiativen.

Das sind die neun Preisträgerinnen und Preisträger

Urbarialgemeinde Draßmarkt: „Der Wald ist eine Energiemühle für den Körper“ – ist das Motto von Franz Eckhard, dem Obmann der Urbarialgemeinde Draßmarkt. 90 Miteigentümer und -eigentümerinnen bewirtschaften hier gemeinsam eine Waldfläche von 170 ha. Die Gemeinde schätzt den Wald auch außerhalb der Holznutzung und richtete zudem Wasserbiotope und Vogelbrutkästen im Urbarialwald ein.

Urbarialgemeinde

In der Urbarialgemeinde Draßmarkt bewirtschaften 90 Miteigentümer eine Waldfläche von 170 ha. Obmann ist Franz Eckhard (l.) (Bildquelle: a.hauer/LK Salzburg)

Günter und Heike Zeilinger: Familie Günter und Heike Zeiliger aus Himmelberg in Kärnten möchte „Die Botschaft des Waldes den Gästen nahe bringen“ und verbindet in ihrem Betrieb Wald- und Landwirtschaft mit Tourismus. Ihr Wald in montaner Lage macht 30 % vom Gesamtumsatz aus. Gäste in ihrem „Natur Gut Lassen“ können Urlaub am Bauernhof hautnah erleben und werden mit regionalen Bio-Lebensmitteln verwöhnt.

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Günter Zeiliger will seinen Gästen „die Botschaft des Waldes nahe bringen“. (Bildquelle: a.hauer/LK Salzburg)

Gerhard und Erika Pichler: Das „Waldbauerngut Wenten“ in Hollenstein, Niederösterreich wird von Familie Gerhard und Erika Pichler bewirtschaftet. „Im Wald geht es mir gut“, sagt Gerhard Pichler, der seinem Sohn Thomas die Liebe für die Waldarbeit mitgegeben hat. Die Arbeit im steilen Waldbestand von 132 ha teilt sich die gesamte Familie, die um kontinuierliche Pflegemaßnahmen und Durchforstung bemüht ist.

Waldgut Wenten

Gerhard Pichler hat seinem Sohn Thomas die Liebe für die Waldarbeit mitgegeben. (Bildquelle: LKNÖ/EvaLechner)

Josef Haslinger: Josef Haslinger aus Lichtenberg in Oberösterreich ist überzeugt: „Waldwirtschaft ist ein ungeschriebener Generationenvertrag“. Gemeinsam mit seinen Eltern bewirtschaftet er 36 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und 20,5 ha Wald. Ihm ist forstliche Weiterbildung ein besonderes Anliegen und sein Betrieb dient daher für die Bezirksbauernkammer und den Landesforstdienst als Exkursionsbetrieb.

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Der Betrieb von Josef Haslinger aus Lichtenberg in Oberösterreich ist inzwischen ein Exkursionsbetrieb. (Bildquelle: a.hauer/LK Salzburg)

Simon Sturm: Im Salzburger Flachgau bewirtschaftet Simon Sturm mit seiner Familie insgesamt 39 ha Nutzfläche mit einem Waldanteil von 13 ha. „Die Land- und Forstwirtschaft ist mein Leben“, sagt Simon Sturm und legt besonderen Wert auf einen naturnah aufgebauten Wald. In diesem widmet er sich auch dem Naturschutz und insbesondere dem Schutz der Ameisenvölker in seinem und dem angrenzenden Wald.

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Simon Sturm aus dem Flachgau legt besonderen Wert auf einen naturnah aufgebauten Wald. (Bildquelle: a.hauer/LK Salzburg)

Günter und Florian Pusterhofer: Familie Günter und Florian Pusterhofer bewirtschaftet in Niklasdorf, in der Steiermark eine Gesamtfläche von 119 ha, wobei 79 davon Wald sind. Die gesamte Familie arbeitet täglich im Betrieb und Günter Pusterhofer ist überzeugt: „Zusammenhalt ist das Wichtigste“. Nach einem Windwurf im Jahr 2015 wurde mit der fachgerechten Wiederbewaldung bereits im nächsten Frühjahr begonnen. Auf das Holz seines Waldes ist Günter Pusterhofer besonders stolz und verarbeitet es auch zu Möbelstücken.

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Die Familien Günter und Florian Pusterhofer verarbeiten das Holz ihres Waldes auch zu Möbelstücken. (Bildquelle: a.hauer/LK Salzburg)

Gemeindegutsagrargemeinschaft von Längenfeld: Die neun Tiroler Gemeindegutsagrargemeinschaften aus Längenfeld bewirtschaften rund 95 % der Gemeinde-Waldfläche mit rund 3.250 ha Fläche. Der Schutzwaldanteil liegt bei 92 % und Martin Tamerl, Waldaufseher, ist überzeugt: „Der Wald ist Schutz für die Gemeinde“. Besonderen Wert legt die Gemeinschaft auf die nachhaltige Waldbewirtschaftung im Verband, hier helfen alle zusammen und sind fest von ihrer Arbeit überzeugt.

Längenfeld

Neun Tiroler Gemeindegutsagrargemeinschaften aus Längenfeld bewirtschaften rund 95 % der Gemeinde-Waldfläche mit rund 3.250 ha Fläche. (Bildquelle: a.hauer/LK Salzburg)

Agrargemeinschaft Frassenwald: Die Agrargemeinschaft Frassenwald aus Raggal in Vorarlberg bewirtschaftet in der Berggemeinde den Schutzwald direkt über dem Siedlungsgebiet. „Ich war mein Leben lang gerne in der Natur“, sagt Agrarobmann Johann Küng und setzte sich stets für die qualitäts- und stabilitätsorientierte Waldpflege ein. Bis in die 80er Jahre waren die Wälder nämlich noch in einem desolaten Zustand, erst mit der ganzheitlichen Bewirtschaftung der Agrargemeinschaft trat eine Änderung ein.

Raggal

Obmann Johann Küng von der Agrargemeinschaft Frassenwald aus Raggal in Vorarlberg setzt sich stets für die qualitäts- und stabilitätsorientierte Waldpflege ein. (Bildquelle: a.hauer/LK Salzburg)

Benediktinerstift Altenburg: Das Benediktinerstift in Altenburg, Niederösterreich zählt den Wald zu den wesentlichen, wirtschaftlichen Säulen des Klosters. Prior Pater Michael Hüttl ist bemüht den Wald von innen zu verstehen und nicht rein von außen zu gestalten. Herbert Schmid leitet den rund 2.300 ha großen Forstbetrieb und hat kurz nach seiner Übernahme mit dem Umbau der Bestände begonnen um den Wald klimafit zu machen.

Stift Altenburg

Herbert Schmid will den rund 2.300 ha großen Forstbetrieb des Benediktinerstiftes in Altenburg, NÖ, klimafit machen. Unterstützt wird er von Prior Pater Michael Hüttl. (Bildquelle: a.hauer/LK Salzbur)


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