Initiative für regionale Lebensmittel

Start von "Das isst Österreich"

Landwirtschaftsministerium, Bundesländer, LK Österreich, Landjugend Österreich, AMA Marketing und Netzwerk Kulinarik starten gemeinsam eine neue Initiative für regionale Lebensmittel. Bund und Länder stellen als Startfinanzierung 2 Mio. € zur Verfügung.

Landesrat Josef Schwaiger, TV-Moderatorin Silvia Schneider und Ministerin Elisabeth Köstinger bei der "Das isst Österreich"-Vorstellung. (Bildquelle: Gruber/BMLRT)

Der Trend zu regionalen Lebensmitteln nimmt stetig zu. Die Coronakrise hat zusätzlich verdeutlicht, wie wichtig die Lebensmittelversorgung im eigenen Land ist. Um diese Entwicklung zu verstärken wurden erstmals die Kräfte aller zuständigen Ebenen gebündelt.

Bundesministerin Elisabeth Köstinger stellte gemeinsam mit dem Salzburger Agrarlandesrat Dr. Josef Schwaiger und der TV-Moderatorin Silvia Schneider die Initiative "So isst Österreich" vor. Ziel dieser ist es, die Konsumenten noch mehr zum Kauf regionaler Qualitätsprodukte zu motivieren. "Es geht darum, das Bewusstsein für die Vielfalt regionaler Lebensmittel zu schärfen und Wertschätzung für die Arbeit, die dahintersteckt, zu erhöhen", betonte Köstinger.

Dabei sollen die Vorteile regionaler Lebensmittel hervorgehoben werden. Diese sind:

  • Regional kaufen unterstützt bäuerliche Familienbetriebe
  • Wertschöpfung, Arbeitsplätze bleiben in der Region: Laut einer Studie der Johannes-Kepler-Universität Linz sichert der Kauf von 20% mehr regionalen Lebensmitteln 46.000 Arbeitsplätze bringt 4,6 Mrd. € mehr an regionaler Wertschöpfung.
  • Schonung der Umwelt durch kürzere Transportwege
  • Reduktion der Abhängigkeit von Importen

Herzstück der Initiative ist eine digitale Genuss-Landkarte, auf der sich Konsumentinnen und Konsumenten ganz einfach über Direktvermarkung, Manufakturen, regionale Gastronomie und Genuss-Erlebnisse informieren können. Diese Landkarte umfasst eine interaktive Karte mit Suchfunktion, Ortung, Routenplanung (Auto und öffentliche Anreise), Informationen über die Regionen sowie touristisch-kulinarische Angebote.

Geplante Maßnahmen der Initiative

  • Bundesweite Medienoffensive - authentische Betriebe stehen dabei im Mittelpunkt
  • Kooperation mit dem ORF - eigene Kochsendung mit Silvia Schneider
  • First Stop-Shop Landing-Page www.das-isst-österreich.at zur Information der Konsumenten über regionale Lebensmittel
  • Genuss-Landkarte, damit man zertifizierte Bauernläden, Fleischer, Bäcker und Gastronomiebetriebe in den Regionen finden kann
  • Plakat- und Feldaufsteller Challange mit der Landjugend, um mehr Bewusstsein im ländlichen Raum zu schaffen
  • Aktionstage der Landwirtschaftskammern in allen Bezirken rund um die Woche der Landwirtschaft

2 Mio. € Start-Werbegeld

Für den Kampagnenstart stellen Bund und Länder (im Verhältnis 50:50) der Initiative für heuer 2 Mio. € zur Verfügung. Dreh- und Angelpunkt in der Umsetzung ist das Netzwerk Kulinarik, das in der AMA Marketing GmbH angesiedelt ist.

Für 2021 ist geplant, den Tourismus miteinzubeziehen. Erster Partner dafür wäre die Österreich-Werbung

Studie zum "Mythos Regionalität"

Der Trend zu Regionalität ist ungebrochen hoch. Damit verbunden erwarten sich die Konsumenten ein höheres Angebot. Das Netzwerk Kulinarik hat eine Studie zu regionalen Lenbensmitteln vorgestellt. Die Ergebnisse:

  • 81% sind an Regionalität und regionalen Lebensmitteln interessiert
  • 63% meinen, man sollte mehr Wert auf Produkte aus der eigenen Region legen
  • Wer „etwas Besonderes“ will, kauft regionale Produkte, meinen 82% der Befragten
  • 88% sind überzeugt, mit dem Kauf regionaler Produkte kleine Betriebe zu fördern
  • drei von vier Österreichern wünschen sich eine Ausweitung des Angebots an regionalen Lebensmitteln

Der Trend zur regionale Lebensmitteln und somit vor allem zu hoch qualitativen, geprüften Lebensmitteln ist auch in der Bio-Produktion erkennbar:

  • So stammten im Juni 10% der im Einzelhandel verkauften Lebensmittel aus biologischer Produktion.
  • Milch und Eier verbuchen den höchsten Bio-Anteil. Erdäpfel, Gemüse und Fruchtjoghurt liegen über dem Durchschnitt.
  • Ein durchschnittlicher Haushalt hat im ersten Halbjahr 2020 biologische Frischeprodukte im Wert von 97 € eingekauft. Das entspricht einem Plus von 17%.
  • Fast jeder Österreicher hat mindestens ein Mal in den vergangenen sechs Monaten zu Bio-Produkten gegriffen.
  • Mehr als ¾ aller Bio-Produkte wurden beim Lebensmitteleinzelhandel gekauft.


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