Steiermark: Starker Frost führt zu kastastrophalen Schäden

Der starke Frost der vergangenen Nacht mit -2,5 bis -6 °C hat im steirischen Obstbau katastrophale Schäden angerichtet. Arg betroffen ist das gesamte steirische Obstbaugebiet, die Oststeiermark, Südoststeiermark und Weststeiermark.

Apfel

Angesichts der Tatsache, dass der Apfel in der Frühphase höchstens -1°C aushält, es in der vergangenen Nacht aber bis zu -6° C hatte, kann man sich die Dimension der Schäden vorstellen. Foto: LK Steiermark (Bildquelle: )

Massive Ausfälle sind bei Äpfel, Birnen, Kirschen, Marillen und Zwetschken zu erwarten. Nach der abgeschlossenen Blüte sind die jungen Früchte äußerst temperaturempfindlich. Landwirte in der Oststeiermark berichten gegenüber top agrar von 70 bis 80 % Ausfall. Für die heurige Ernte lässt dies Schlimmes befürchten. Genaue Zahlen zum Gesamtausmaß liegen der Landwirtschaftskammer zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.
 

Heizkerzen

Mit Frostschutzkerzen versuchten die Obstbauern zu retten, was zu retten war.


Um zu retten, was zu retten ist, haben Obstbauern heute in der Nacht versucht, durch Entzünden von Paraffinölkerzen, die Temperaturen zu erhöhen, heißt es von Seiten der Landwirtschaftskammer. Infolge dessen sei es vereinzelt zu Rauchentwicklungen in den Obstgärten gekommmen. Die heimischen Obstbauern und die Landwirtschaftskammer ersuchen diesbezüglich um Verständnis.

Ohne Schäden sind diejenigen Betriebe geblieben, die über eine Frostschutzberegnung verfügen. Diese ist zwar laut LK teuer in der Anschaffung, aber in solchen Nächten wie der letzten sehr wirksam.
  
Gefährdet sind laut LK auch frühangebaute Kürbiskulturen, die bereits erste Blätter entwickelt haben. Das Ausmaß der Schäden ist noch nicht abschätzbar und wird in den nächsten Tagen sichtbar werden.
 

Walnuss

Auch Walnussbäume in der Oststeiermark sind vom Frost schwer gezeichnet. Foto: Nöhrer


Leider bangen die Bauern schon vor dem nächsten Frostereignis, das für die Nacht auf Donnerstag erwartet wird, heißt es abschließend.


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