Strasser: „50 Mio. € Entlastung für die Bauernfamilien!"

Im Nationalrat wurden gestern Teile der Steuerreform 2020 verabschiedet. Viele Bäuerinnen und Bauern profitieren davon.

ÖVP-Agrarsprecher und Bauernbund-Chef Georg Strasser zeigt sich froh, dass der erste Teil des Steuerentlastungspakets vom Nationalrat abgesegnet wurde. (Bildquelle: ParlDion/Jantzen)

"Für die Landwirtschaft ist es eine wichtige Steuerentlastung", erklärte Bauernbund-Präsident und Abg.z.NR Georg Strasser im Zuge der gestrigen Steuerdebatte im Zuge der Nationalrats-Sondersitzung.

Entlastungspaket für die Bauern

Konkret werden bei den Landwirten und Gewerbetreibenden nun die Beiträge zur Krankenversicherung um 0,85% gesenkt, davon profitieren rund 130.500 Bauern. Ein konkretes Rechenbeispiel zeigt, dass sich ein Betrieb mit 15.000 € Einheitswert pro Jahr 270 € aufgrund der Senkung der SV-Beiträge spart.

Zusätzlich wurde eine Rückerstattung von SV-Beiträgen für Pensionisten bei einer gleichzeitigen Erhöhung des Pensionistenabsetzbetrages um bis zu 200 € festgelegt. "Mit diesem Beschluss sorgen wir für eine umfangreiche Entlastung bei allen bäuerlichen Familienbetrieben. Allein durch die Senkung der KV-Beiträge macht die Ersparnis insgesamt 24,4 Mio. € aus, das kann sich sehen lassen", unterstreicht Strasser.

"Auch die mehrfach geforderte Anpassung wichtiger Steuergesetze, die aufgrund der Bodenreform notwendig geworden ist, wird mit diesem Paket erledigt." Damit bleiben die bisherigen Steuerbefreiungen in den Steuergesetzen erhalten. "Dies ist ungemein wichtig, damit auch in Zukunft Grundstückzusammenlegungen kostengünstig und unbürokratisch möglich sein", führte der ÖVP-Agrarsprecher weiter aus.

Antragsverlängerung für USt-Optierer

Eine wichtige Entbürokratisierungsmaßnahme ist die Verlängerung der Antragsmöglichkeit zur Umsatzsteuer-Option bis zum 31. Dezember des Folgejahres.

Zentral für den besseren Erhalt der bäuerlichen Strukturen in Österreich ist zudem die Sicherstellung der unentgeltlichen Übertragung von umsatzsteuerpauschalierten land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. "Für unsere Gesellschaft ist es von zentraler Bedeutung, dass wir Nachfolger für unsere Höfe finden und dass Betriebe weiter in familiärer Hand bleiben. Mit dieser Änderung sorgen wir dafür, dass Hofübergaben weiterhin attraktiv und leistbar bleiben. Das gibt den jungen Übernehmern Rechts- und Planungssicherheit", betonte Strasser.

Solar-Eigenstromsteuer fällt

Zuden wird die Eigenstromsteuer für Photovoltaikanlagen abgeschafft. "Hiermit zeigen wir klar, dass wir auf erneuerbare Energien setzen und dass positives Verhalten im Kampf gegen den Klimawandel belohnt werden muss. Mit dem ersten Teil der Steuerreform setzen wir wichtige Schritte in die richtige Richtung. Für die Entlastung der Menschen, ohne neue Schulden zu machen. Diesen Weg wollen wir auch nach der Nationalratswahl fortsetzen", so Strasser abschließend.

Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

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Diskussionen zum Artikel

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von Josef Kindl

Na bravo.....

Almosen für die Landwirtschaft! Tausende Euro aber wöchentlich für die Spesen unserer Sch....politiker!!!

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