Strom aus Holz: Zwei Pilotanlagen in OÖ geplant

Zwei bäuerliche Pilotanlagen, mit denen die technische Machbarkeit und die finanziellen Rahmenbedingungen der Holzvergasung mit Kraft-Wärme-Kopplung geprüft werden sollen, sind derzeit in Oberösterreich in Planung. Für möglichst viel Aussagekraft sollen zwei unterschiedliche Größen im Testbetrieb sorgen.

Wollen künftig Strom aus Holz ins Netz einspeisen: Agrar-Landesrat Josef Stockinger mit den Betreibern Johann und Josef Wurhofer am Standort der KWK-Testanlage in Neukirchen/Enknach.

Wollen künftig Strom aus Holz ins Netz einspeisen: Agrar-Landesrat Josef Stockinger mit den Betreibern Johann und Josef Wurhofer am Standort der KWK-Testanlage in Neukirchen/Enknach. (Bildquelle: )

Neben der 300 kWh-Anlage einer Betreibergemeinschaft in Neukirchen an der Enknach, deren Abwärme ins Nahwärmenetz eingespeist werden soll, ist im Bezirk Ried im Innkreis eine kleinere KWK-Anlage mit 30 kWh Strom-Leistung vorgesehen. Die Abwärme soll hier für die Beheizung des Bauernhofes sowie zur Getreide- und Hackguttrocknung dienen. Derzeit laufen die Genehmigungsverfahren. Sobald diese abgeschlossen sind, kann mit dem Bau begonnen werden.

Holzvergaser mit Kraft-Wärme-Kopplung als neue Form der Stromerzeugung

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird aus Holzgasen über einen Verbrennungsmotor Wärme und Strom erzeugt. Experten des OÖ Biomasseverbandes sehen derzeit ein Potenzial von rund 200 KWK-Anlagen. Damit könnten pro Jahr mehr als 80.000 MWh Strom aus Holz erzeugt und ins Stromnetz eingebracht werden. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 21.000 Haushalten. Stromgewinnung mit Kraft-Wärme-Kopplung könnte ein weiterer Schritt in Richtung Energie-Unabhängigkeit sein. Neben der Umwelt profitiert auch die heimische Wirtschaft, was gerade in der aktuell schwierigen Wirtschaftssituation Arbeitsplätze sichert , unterstreicht Agrarlandesrat Stockinger. Zunächst müssten aber in den beiden Testanlagen technische und wirtschaftliche Daten gesammelt werden.


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