Tierschutzdikussion: Deutscher Geflügelschlachter führt alternative Haltungsform ein

Der deutsche Marktführer für Schlachtgeflügel, die Wiesenhof/PHW-Gruppe aus Visbek, führt nach anhaltender heftiger Kritik durch Tierschützer eine alternative Haltungsform für Masthähnchen ein. Unter der Marke "Privathof-Geflügel " sollen die Wiesenhof-Erzeuger künftig eine langsamer wachsende Rasse mit verminderter Besatzdichte aufstallen.



Reaktion auf die heftige Kritik an der konventionellen Hähnchenmast

Die Ställe werden mit einem überdachten Auslauf im Außenbereich versehen. Strohballen, Picksteine und Sitzstangen sollen das natürliche Verhalten der Tiere unterstützen. Die ersten Hähnchen der neuen Marke Privathof-Geflügel sollen im Oktober im Lebensmitteleinzelhandel ankommen. Wiesenhof-Vorstandschef Peter Wesjohann sagte: Wir sind der Meinung, dass die Zeit reif ist für ein neues alternatives Geflügel-Konzept. Jetzt kann der Verbraucher entscheiden, wie viel ihm ein Mehr an Tierwohl wert ist. Es ist der zweite Versuch von Wiesenhof, ein höherpreisiges Masthähnchen mit Auslaufhaltung im Markt zu etablieren. Das sogenannte Weidehähnchen war vor wenigen Jahren an der mangelnden Verbraucherakzeptanz gescheitert. In der heutigen Zeit sieht Wesjohann für ein Produkt wie Privathof-Geflügel jedoch Chancen, auch wenn die Mehrheit der Verbraucher weiterhin zu konventioneller Ware greifen werde. Das Projekt wird von Professor Michael Erhard von der Tierärztlichen Fakultät der Universität München begleitet. An der Entwicklung war der Deutsche Tierschutzbund beteiligt.


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