Tirol: Knapp 800.000 € Zinszahlungen für Milchbauern werden übernommen

Die Zinsen für laufende Agrarinvestitionskredite von Milchviehbetrieben in Tirol werden heuer der Landeskulturfonds und das Land Tirol übernehmen. Das teilte gestern Landeshauptmannstellvertreter und Bauernbundobmann Josef Geisler bei einer Pressekonferenz in Innsbruck mit.

Den Tiroler Milchviehbetrieben wird von der Landesregierung heuer mit der Übernahme von Zinszahlungen geholfen. (Bildquelle: )

Aus dem Landeskulturfonds kommen dafür rund 640.000 €, das Land Tirol übernimmt Zinszahlungen in der Höhe von 130.000 €. Dies hat die Landesregierung beschlossen, um den betroffenen Betrieben in dieser „dramatischen Situation“ kurzfristig zu helfen.

Hechenberger fordert Mengensteuerung

Weiters hat die Tiroler Landwirtschaftskammer angesichts der drastisch gesunkenen Milchpreise ein „flexibles Mengensteuerungssystem“ gefordert. „Sinnvoll wäre es, eine freiwillige Mengenrücknahme durch finanzielle Anreize auf EU-Ebene zu erreichen“, meinte Tirols Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger.

Dieser „freiwillige Lieferverzicht“ habe bereits in den 90er-Jahren gut funktioniert, sagte Hechenberger. Wichtig sei jedenfalls, mittelfristig eine europäische Lösung zu finden, um Nachfrage und Angebot wieder ins Lot zu bringen.
 
Um auf die niedrigen Milchpreise aufmerksam zu machen, wollen Landwirtschaftskammer, Bauernbund, die Bäuerinnenorganisation und die Jungbauernschaft morgen, Mittwoch, eine Verteilaktion an größeren Einkaufsorten in ganz Tirol starten. Zudem sollen Unterschriften gesammelt werden, die dann an den designierten Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen übergeben werden.  -APA-

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Torsten Altmann

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