Wolfsrisse

Tiroler Verein will Wolf-Schutzstatus senken

Vertreter der Sozialpartner und bäuerliche Organisationen schließen sich im "Verein zum Schutz und Erhalt der Land- und Almwirtschaft in Tirol" zusammen. Gemeinsames Ziel ist die Lockerung des Wolf-Schutzstatus.

WK-Präsident Christoph Walser, LK-Präsident und Vereinsobmann Josef Hechenberger, AK-Präsident Erwin Zangerl, Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf und Vereinsobmann-Stv. Hermann Gahr (von links nach rechts um das Plakat) mit den weiteren Vorstandsmitgliedern aus bäuerlichen Organisationen. (Bildquelle: LK Tirol)

Mit dem Zusammenschluss soll "von Tirol aus Druck auf Land, Bund und EU" ausgeübt werden, erklärte heute Vereinsobmann und LK Tirol-Präsident Josef Hechenberger im Rahmen einer Pressekonferenz mit dem Titel "Schulterschluss gegen die Wiederansiedlung des Wolfs". Das müsse schnell vonstattengehen, denn der Wolf habe eine Reproduktionsrate von rund 30%. "Das Raubtier hält augenscheinlich in Tirol Einzug", strich der Nationalratsbageordnete weiters heraus und sprach auch die derzeit wöchentlichen Risse an.

Abg.z.NR Hermann Gahr, Obmann von Forum Land und Obmann-Stellvertreter des Vereins, malte ein düsteres Szenario. "Die Wiederansiedlung des Wolfs ist eine große Gefahr und gefährdet die Almwirtschaft", so Gahr. "Wir sind verpflichtet, etwas zu tun", fügte er hinzu. Es gehe nunmehr darum, mit der Wolfsthematik "zu den Leuten zu gehen und Experten einzubinden", erklärte Gahr.

Schutzstatus muss überarbeitet werden

Einig waren sich die Vereinsmitglieder, dass der Schutzstatus der Wölfe veraltet sei. "Dieser stammt aus einer Zeit, als der Wolf vom Aussterben bedroht war", meinte etwa Gahr, während Hechenberger hervorhob, dass es auch "Tierschutz auf Seite der Schafe" geben müsse. Wölfe, die im Blutrausch gleich mehrere Nutztiere reißen, gehören für den Vereinsobmann weiter entnommen. Dazu sei eine rasche Lockerung des Schutzes notwendig, zumal Tirol von Wölfen umzingelt ist, so Hechenberger.

Wolfsrisse nehmen weiterhin zu

Am vergangenen Donnerstag waren im Gemeindegebiet Kössen (Bezirk Kitzbühel) neuerlich zehn gerissene Schafe aufgefunden worden. Aufgrund des Rissbildes bestehe laut Experten ein konkreter Wolfsverdacht. Zusätzlich musste ein schwer verletztes Schaf getötet werden, während drei weitere Tiere verletzt und fünf noch abgängig sind


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