Top Apfelernte in Vorarlberg

Nachdem Vorarlbergs Obstbauern im Vorjahr aufgrund des Blütenfrostes einen 90%igen Ernteausfall hinnehmen mussten, können sie heuer aufatmen. Konkret wurden 500 t Tafeläpfel (zirka 3,5 Mio. Stück) geerntet. Davon wurden rund 450 t nach den Richtlinien des "Ländle Apfel" und etwa 10 t biologisch angebaut.

Immer strengere Auflagen, Vorgaben des Handels und Wetterextreme machen den Erzeugern zu schaffen. (Bildquelle: Pixabay )

Nach dem Frostjahr 2017 war der Blütenansatz heuer sehr gut. Die ungewöhnlich warme Witterung während der Blüte verstärkte zwar die Feuerbrandgefahr und führte punktuell zu starken Schäden. Über das ganze Land gesehen dominierte aber der gute Fruchtansatz, der sich trotz Trockenheit weitgehend normal entwickelte. Viele Beregnungsanlagen, die 2017 gegen den Blütenfrost installiert worden sind, wurden heuer zur Bewässerung der ausgetrockneten Anlagen genutzt. Vorteil der Trockenheit war aber, dass es sehr wenig Probleme mit Pilzkrankheiten und Schädlingen gab.

"Unsere Apfelbauern hatten 2017 einen fast vollständigen Einkommensausfall und mussten andererseits in Frostberegnungen investieren. Somit war die gute Ernte in diesem Jahr sehr wichtig für den Fortbestand so manchen Betriebes, erklärt Jens Blum, Obmann der ARGE Erwerbsobstbauern. Trotzdem wird es zunehmend schwieriger, wirtschaftlich Tafelobst zu produzieren." Immer strengere gesetzliche Auflagen, Vorgaben des Handels und mehr Wetterextreme machen den Erzeugern zu schaffen. Trotzdem überwiegt erst einmal die Erleichterung über die gute Ernte.

Artikel geschrieben von

Markus Schwaiger

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